Die etwas "aktivere" Seite Smiley

Auf dieser Seite möchte ich dem geneigten Leser eines meiner speziellen "Steckenpferde" (man kann auch Macken sagen) vorstellen:

Das Rennstreckentraining.

Jedes Jahr seit 2000 gönne ich mir, wenn die Finanzen es zulassen, ein oder zwei mehrtägige Rennstreckentrainings mit Instruktor, also sog. Perfektionstrainings.

Nachtrag: Seit 2004 fahre ich grundsätzlich Sportfahrertrainings, also freies Blasen ohne Instruktor und mit der "Lizenz" zum Überholen! Smiley Ist einfach lustiger und man hat eher das Gefühl eines Rennens. Nebenbei lernt man auch mehr, weil auch das überholen bzw. überholt-werden gelernt sein will!

Dieser Bazillus befiel mich während eines "normalen" Sicherheitstrainings des ADAC. Der Instruktor meinte damals angesichts meiner Klamotten, die Hose (Leder) sei ja ganz ok, aber die Jacke (Textil) sei vollkommen ungeeignet für die Rennstrecke! Ich fragte ihn ganz verdutzt, wie ich denn auf eine Rennstrecke käme, ohne Lizenz. Daraufhin hat er mir den o.g. Bazillus eingegeben, indem er mir einen Prospekt dieser speziellen Trainings, auch vom ADAC, in die Hand drückte und meinte, ich soll mir "das mal antun"... Smiley

Bisher besuchte Rennstreckentrainings:
Sachsenring-2000
Lausitzring-2001
Nürburgring-2001
Lausitzring-2002
Sachsenring-2002
Oschersleben-2004-1
Oschersleben-2004-2
Oschersleben-2004-3
Sachsenring-2005
Lausitzring-2005 (mein Waterloo)
Most/Tschechien-2006
Lausitzring-2006
Most-2009

Sachsenring-2000

Gesagt, getan! Nachdem im Mai 2000 die 34-PS-Begrenzung meiner damaligen ZX-6R ausgebaut werden durfte, meldete ich mich gleich beim ADAC für das Sachsenring-Training am 21. und 22. August 2000 an. Da ich damals wohl an grenzenloser Selbstüberschätzung litt, kreuzte ich bei "bevorzugter Fahrstil" sportlich an! Ok, ich war flott unterwegs; einige Kumpel mit mehr Fahrpraxis kamen trotz meiner "nur" 34 PS nicht hinterher, aber ich hatte echt keinen Schimmer, was ich mir damit angetan hatte! Smiley

An einem sonnigen Tag machte ich mich also frohen Mutes auf nach Meerane, ins gleichnamige Hotel, wo wir während des Trainings nächtigen sollten. Meerane liegt direkt an der A4 fast genau in der Mitte zwischen Gera und Chemnitz. Der Sachsenring ist ca. 23 km von Meerane entfernt. Anzumerken ist, daß die Rennstreckentrainings des ADAC grundsätzlich mit Vollpension sind, das beinhaltet auch ein Mittagessen auf oder bei der Rennstrecke! Das sei denjenigen gesagt, die angesichts der Preise dieser Trainings von "Wucher" reden sollten.

Vor dem einchecken war erstmal technische Abnahme der Motorräder in der Tiefgarage des Hotels, wo die Motorräder auch während der Nächte standen. Es wurde auf Herz und Niere geprüft, auch fiel mehr als ein kritischer Blick auf die Klamotten und den Helm! Ist also nichts mit Turnschuhen und Lederjeans, Frauens und Männers! Auch Fransenjacken haben dort absolut nichts verloren. Ich habe mir extra für dieses Training eine gute Lederjacke mit zu meiner Lederhose passendem durchgehenden Reißverschluß gekauft. Sogar einen ordentlichen Rückenprotektor hat mein Finanzminister genehmigt; Sicherheit geht schließlich vor...

Ok, anschließend einchecken und erstmal auf's Zimmer und duschen. Es war doch eine lange und vor allem schweißtreibende Anfahrt von knapp 500 km gewesen, natürlich auf dem Motorrad. Kurz danach kam auch mein Zimmergenosse eingetrudelt, der, wie ich kurz darauf feststellte, in der gleichen Gruppe wie ich, der Gruppe 4, eingeteilt war. Apropos Gruppe: Es wurde fast wortgenau nach den Angaben in dem Anmeldeformular eingeteilt. Dort konnte man nicht nur, wie weiter oben bereits geschildert, den "bevorzugten Fahrstil" ankreuzen, sondern auch, ob man grundsätzlich Erfahrungen auf Rennstrecken und im speziellen auf dem Sachsenring hatte. Da ich keinerlei Erfahrung dieser Art hatte, aber sportlich angekreuzt hatte, kam ich in Gruppe 4! Gruppe 1 sind diejenigen, die viel Rennstreckenerfahrung hatten und sportlich angekreuzt hatten, Gruppe 2 diejenigen, die wohl Erfahrung hatten, aber den Sachsenring kaum kannten und so weiter. Eigentlich alles ganz logisch, gell?

Abends gab es ein gemeinsames, nach Gruppen eingeteiltes, kalt-warmes Buffet mit Leckereien vom Grill. Dort lernte ich dann auch die anderen Teilnehmer der Gruppe 4 und den Instruktor, den Gero, kennen. Nach der allgemeinen Vorstellung wurde mir doch etwas anders zumute! Ich hatte nicht nur die leistungs- und hubraumschwächste Maschine, sondern auch die geringste Erfahrung. Als dann noch über Fahrwerksabstimmung und Reifenwahl gefachsimpelt wurde, fragte ich mich im Stillen (und den Instruktor etwas später im ruhigen "Hinterzimmer"), ob ich denn in der Gruppe überhaupt richtig sei; aber Gero nahm das ganz locker und meinte, nichts würde so heiß gegessen, wie es gekocht würde; ich soll den nächsten Tag locker angehen. Hmmmm...

Am nächsten Tag ging es mit vollgetankter Maschine zum Ring, im Jahr 2000 noch mit der alten Streckenführung. Es wurden immer 20 Minuten gefahren, danach kamen 40 Minuten Pause, die auch dringend notwendig waren! Rennstrecke ist Streß pur! Wer's nicht glaubt, sollte es selber versuchen, danach weiß derjenige schon Bescheid!

Ein Wort noch zur Fahrordnung: Der Instruktor fährt immer vorneweg, logischerweise. Er ist auch der Einzige der Gruppe, der Licht an hat, mit Ausnahme des "Letzten", der auch mit Licht fährt. Somit kann eine andere Gruppe genau sehen, wo eine Gruppe beginnt und wo sie aufhört. Nach jeder Runde wechselte der jeweils hinter dem Instruktor fahrende auf dessen Zeichen an den Schluß der Gruppe, die anderen rückten auf, damit jeder mal in den Genuß des "Zweiten" kam. Das ist sehr wichtig, um die sog. Ideallinie zu finden, auf der der Ring am schnellsten und elegantesten befahren werden kann. Der Abstand zwischen den einzelnen Maschinen sollte nicht mehr als zwei Meter betragen, damit die Gruppe nicht zu sehr auseinanderreißt. Das erfordert höchste Konzentration und Disziplin! Runde für Runde wird dann das Tempo erhöht, damit die Teilnehmer auch etwas gefordert werden. Ich muß ganz ehrlich sagen, mir langten bereits die ersten zwei Runden. Bild Ich fing etwas weiter hinten in der Gruppe an, weil ich mit der Nummer 46 der sechste in der Gruppe 4 war. Nach den besagten zwei Runden fuhr ich dann hinten und hatte allergrößte Mühe, den Anschluß an die Gruppe zu halten. Von Ideallinie konnte keine Rede mehr sein! Im Grunde eierte ich planlos hinterher; auch hatte ich Mühe, mir den Kurs zu merken. Nach jeder Kurve wußte ich nicht, ob die nächste eine Rechts- oder Linkskurve war.

Bei der nächsten Pause habe ich Gero gesagt, daß es so nicht weitergehen kann. Er ließ mich daraufhin einige Runden direkt hinter ihm fahren, damit ich die Strecke kennen lernen konnte und etwas besser meine Linie finden konnte. So klappte es dann auch recht gut. Mit jeder Runde lief es flüssiger, so daß ich immer sicherer wurde. Jetzt fiel auch der bisher extrem hemmende Streß ab und ich begann, Spaß an der Sache zu finden, weswegen ich ja schließlich zum Sachsenring gekommen war. Smiley

Beim gemeinsamen Mittagessen meinte Gero dann, jetzt sei genug "eingefahren" worden, nach dem Mittag würde das Tempo dann drastisch gesteigert werden. Hallo? Ich fuhr schon an meinem persönlichen Limit! Konsequenterweise bin ich dann an eine Gruppe etwas weiter "unten" (die mit den höheren Startnummern) abgegeben worden, wo ich mich aber wiederum total unterfordert fühlte! Ich fuhr fast mit einem Arm auf dem Tank... Smiley Also hat man extra für mich und drei andere, die nirgends mehr einzuordnen waren, eine eigene Gruppe geschaffen, in der ich dann am kommenden Tag auch richtig zu meinem "Recht" kam. Das Tempo war i.O. und wurde auch trotz meiner anfänglichen Skepsis noch erheblich gesteigert, so daß ich erst an diesem Tag wußte, wozu meine Ninja gebaut worden war.

Am Ende dieses zweiten Tages nahm ich auch am obligatorischen freien "Blasen" teil, was sehr gut klappte. Ich konnte nochmal meine Rundenzeit verbessern, so daß ich am Ende rundum zufrieden war und fröhlich nach dem gemeinsamen Kaffee und Kuchen und dem Verteilen der Teilnahmeurkunden nach Hause fahren konnte. Nebenbei konnten zwei meiner Ex-Gruppenmitglieder aus der Gruppe 4 nicht so froh nach Hause fahren, weil sie beide mit einem klassischen "Highsider" *) den Tag sehr frühzeitig beenden mußten! Teurer Spaß.... Smiley Zum Glück gingen beide Highsider ohne Verletzungen aus.

*) Ein Highsider ist, einfach ausgedrückt, folgendes: Bei großer Schräglage und zu viel Gas dreht das Hinterrad durch, wodurch die Maschine nach "außen" wegrutscht. Wenn der Fahrer jetzt, z.B. vor Angst, Gas wegnimmt oder die Kupplung zieht, bekommt das Hinterrad wieder Grip, woraufhin sich die Maschine ruckartig aufrichtet, den Fahrer abwirft und aus purem Dank gleich hinter dem Fahrer hergeflogen kommt! Ein Highsider ist also in den meisten Fällen nicht so einfach zu überstehen wie ein "normaler" Rutscher. Ich habe ein Video, in dem ein Profi von einem Highsider "heimgesucht" wird und es nur durch viel Glück übersteht; auch solche Leute "beherrschen" keine Highsider!

Eine Anmerkung am Rande sei noch gemacht: Kurz vor Hohenstein-Ernsttal, direkt vor dem Sachsenring gelegen, steht ein Fotoapparat der besonderen Sorte: Er fotografiert, oft recht kostenintensiv, gleichzeitig von vorne und hinten! Also unbedingt die dort gültige Geschwindigkeitsbegrenzung (70 km/h) beachten!

Während der Veranstaltung schnappte ich den Namen eines weiteren Veranstalters von Rennstreckentrainings auf. Es war das sog. "Team Green", was wohl in Anlehnung an die Farbe der Renn-Kawasakis gewählt worden ist. Ich habe mich natürlich sofort über diesen Anbieter erkundigt und ein solches Rennstreckentraining auf dem Eurospeedway Lausitzring am 21. und 22. Juli 2001 gebucht.

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Lausitzring-2001

Der Eurospeedway Lausitzring liegt, wie der Name schon sagt, in der wunderschönen Lausitz, ca. 60 km nördlich von Dresden an der A13 nach Berlin (AS Klettwitz), einer Gegend, die man ruhig mal urlaubstechnisch erkunden sollte, wozu ich aber bis heute nicht gekommen bin... Smiley

Der Ring ist erst vor relativ kurzer Zeit erbaut worden und sollte ursprünglich wohl die Formel 1 in die Lausitz holen, wozu es aber wohl nie kam. Seitdem hat der Ring permanent mit Insolvenzen zu kämpfen, obwohl dort sehr viele Großveranstaltungen rund um den Motorsport stattfinden. Auch ist die Infrastruktur immer noch nicht komplett fertig, was wohl auch potentielle Veranstalter abschreckt.

Wie dem auch sei, für mich persönlich ist dieser Ring absolute Spitzenklasse!

Die Rennstreckentrainings des Team Green beinhalten, ganz im Gegensatz zu denen des ADAC, keine Unterkunft oder Verpflegung. Mit dem Ticket erhält man lediglich Zugang zur Rennstrecke, zum Fahrerlager und zur Boxengasse und man hat eine Startnummer und somit eine Gruppe mit Instruktor. Das ist alles...

Also galt es, im Vorfeld eine Unterkunft zu ergattern. Das ist aber alles kein Thema: Man ruft beim Verkehrsverein für die Gegend an und bekommt völlig unkompliziert eine Liste mit Hotels und Pensionen. Man kann zwar auch im Fahrerlager campen oder sogar im Auto schlafen, aber das wollte ich nicht. Ich zog ein richtiges Bett vor. Ich habe mir also eine kleine Pension ganz in der Nähe des Rings rausgesucht, die bereits auf Gäste für den Ring eingestellt und dazu recht preiswert ist und das im Preis inbegriffene Frühstück zu fast jeder Herrgottsfrühe serviert. Das muß aber auch, weil die erste Fahrer-Besprechung bereits recht früh am Tag losgeht!

Auch zum Lausitzring bin ich mit dem Motorrad gefahren, welches seit August 2000 eine rote Ninja ZX-9R ist. (Die blauen waren ausverkauft und das "Kawasaki-Grün" mag ich einfach nicht!) Die "kleine" ZX-6R war zwar nach dem Entdrosseln recht flott, aber für meinen Geschmack etwas zu "nervös", verlangte nach zu viel Drehzahl und wollte permanent geschaltet werden! Die ZX-9R war dagegen schaltfauler zu fahren und ging auch bei geringen Drehzahlen gut los.

Es war wohl noch heißer als das Jahr zuvor beim Sachsenring und ich kam gut fertig am 20.07. bei der Pension an. Nachdem ich meine Klamotten ins (sehr gute) Zimmer geworfen hatte, bin ich erst mal auf Erkundungstour gegangen. Wo ist dieser Lausitzring überhaupt? Aber mein Pensionswirt hat mir eine narrensichere Abkürzung durch die Wicken gezeigt und knapp zehn Minuten später stand ich vor dem Ring, fuhr in das Fahrerlager und habe mir erstmal alles angesehen.

Und da war es wieder: Dieses erwartungsvolle Kribbeln im Bauch! Smiley Aber zuerst bin ich ins Team Green Zelt und habe mir etwas zu trinken geholt und mich zu einigen Leuten gesetzt, die mir auf Anhieb sympathisch vorkamen. Während des folgenden Gespräches erfuhr ich dann auch, daß der Lausitzring mitnichten nur für dieses Perfektionstraining reserviert war, sondern daß auch sog. Sportfahrertrainings (freies Fahren ohne Instruktoren) und der sog. Ninja-Cup stattfanden. Aha! Dann kommt man ja gar nicht zum Fahren, dachte ich so bei mir, wurde aber auch hier sofort eines besseren belehrt! Die Sportfahrer fahren in den Pausen der Perfektionstrainings und die Rennen sind eh nur einmal am Tag. Trainieren tun die Jungs (keine Mädels waren zu sehen!) in den allgemeinen Pausen, so daß praktisch permanent Action auf dem Ring ist! Auch waren die Rennteilnehmer schon ein-zwei Tage dort und konnten bereits ausgiebig trainieren. Nun gut, dann paßt das ja.

Da ich also schon beim Ring war, habe ich auch gleich die technische Abnahme meiner Maschine machen lassen und aß auch gleich etwas zu abend, weil es eine mobile Küche vor Ort gab.

Für den nächsten Tag gab man mir noch den Rat, etwas früher herzukommen, weil bei diesem Perfektionstraining die Spiegel abmontiert und alle Lampen abgeklebt und zusätzlich außer Betrieb genommen werden müssen! Bruchgefahr, hat man mir erklärt. Und aufleuchtende Bremsleuchten sollen auch extrem irritierend sein. So vorbereitet sollte ich meine Maschine trotz erfolgter technischer Abnahme am nächsten Tag noch einmal vorführen! Da verstehen die Jungs keinen Spaß!

Am nächsten Tag, dem 21.07.2001, war ich recht früh auf den Beinen, frühstückte ausgiebig und fuhr zum Ring. Es war richtig was los und an allen Ecken und Enden wurde letzte Hand an die Maschinen gelegt. Apropos Maschinen: Man sah kaum "Serienmotorräder", sondern fast nur reinrassige Rennmaschinen ohne jeglichen Schnickschnack, der für die Straße nötig ist (Spiegel, Lampen, Blinker etc.). Alleine diese Tatsache ließ mich erkennen, daß hier ein etwas anderer Wind weht als bei einem ADAC-Rennstreckentraining, welches ausdrücklich als "Sicherheitstraining auf einer Rennstrecke" deklariert ist! Nicht, daß das schlecht sei oder gewesen wäre, aber es ist halt etwas anderes. Beim Team Green ging man einfach davon aus, daß man, u.a., richtig bremsen kann!

Ziemlich pünktlich wurde die Veranstaltung eröffnet und nach einer kurzen Rede die Instruktoren vorgestellt. Direkt danach trafen sich die Gruppen zu einem kleinen Kennlern-Plausch. Ich stellte fest, daß das Teilnehmerfeld sehr ausgewogen war. Sowohl von den Maschinen her, als auch von den Teilnehmern selber. Zwei junge Frauen komplettierten die Gruppe. Hinzu kam eine Frau, die nicht direkt zu den Teilnehmer zu rechnen war, sondern eine Art "Auszubildende" war, die vorhatte, Instruktor beim Team Green zu werden. Sie fuhr immer als letzte, ansonsten wurde, wie beim ADAC auch, nach Aufforderung des Instruktors gewechselt, damit jeder mal in den Genuss der zweiten Position kam.

Recht bald ging es auf die Strecke, und hier stellte ich rasch fest, daß mir der Lausitzring viel besser "lag" als der Sachsenring. Sehr schnell hatte ich die Streckenführung intus und konnte mich ungehemmt auf die Ideallinie konzentrieren. Auch ist der Lausitzring "schneller" als der Sachsenring! Der Instruktor legte rasch ein flottes Tempo vor, daß ich ohne die geringsten Probleme halten konnte. Irgendwie "klappte" es einfach besser. In den Pausen haben wir uns die Sportfahrer und die Rennteilnehmer beim freien Training angesehen und feststellen müssen, daß wir alle noch viel üben müssen, um dort mal mitfahren zu können... Seufz! Smiley

Im Laufe des Tages wurde mehrmals umgruppiert, weil einige Leute in ihren jeweiligen Gruppen über- oder unterfordert waren, so daß sich am Ende des Tages eine recht gute Gruppe herausgebildet hatte. Vor allem eine der jungen Frauen mit ihrer ZZR-400 war recht flott unterwegs! Mir tat das Motorrad leid; mußte es doch mit viel stärkeren Maschinen mithalten, was aber dank schon fast schmerzhaft hoher Drehzahlen und häufiger Schaltvorgänge kein Problem gewesen zu sein schien. Sie ließ sich jedenfalls keinen Meter abnehmen!

Nach dem letzten Turn meinte unser Instruktor, wir wären jetzt schon recht schnell, aber für morgen müßten wir etwas "turnen" üben, wenn wir noch schneller um die Kurven wollen! Was er meinte, haben wir sofort auf einem abgesperrten Teil des Fahrerlagers geübt: Das Hanging-off! *) Praktisch sah das so aus, daß jeweils zwei Leute die Maschine im Stand festhielten, während wir einzeln auf unseren Maschinen "turnten". Das ganze wurde durch Kreisbahn-fahren mit Hanging-off ergänzt, bis der Instruktor zufrieden war. Zum Glück hatte ich meine Lederhose vor relativ kurzer Zeit mit Knieschleifern nachrüsten lassen....Smiley

*) Hanging-off bedeutet, man "hängt" quasi "neben" der Maschine, der kurvenäußere Fuß steht nur mit der Spitze auf der Fußraste, der zugehörige Oberschenkel liegt auf dem Sitz, der kurvenäußere Unterarm liegt locker am Tank. Das kurveninnere Knie wandert nach vorne-unten, der Körper folgt dieser "Wanderung" und befindet sich im Idealfall komplett neben der Maschine. Das kurveninnere Knie "tastet" mit den Knieschleifern den Boden ab, um so die Schräglage zu ermitteln.

Die weiter oben erwähnte "Auszubildende" hatte sich allerdings recht schnell verabschiedet, sie hatte sich offenbar zu viel vorgenommen.

Am nächsten Tag, dem 22.07.2001, wurde das "erlernte" sofort in die Praxis umgesetzt, was sich aber als nicht ganz so einfach herausstellte! Es ist ein Unterschied, ob man Hanging-off im Kreis übt oder in freier Wildbahn praktizieren soll. Die ersten Runden waren bei fast allen ein unglaubliches Herumeiern! Es war auch sehr schnell der Grund dafür gefunden: Wir saßen zu "fest" auf unseren Sitzen! Damit wurden Schräglagenwechsel durch das Rutschen von der einen Motorradseite zur anderen ganz automatisch in Pendelbewegungen der ganzen Maschine umgesetzt. Also fuhren wir eine Runde mehr oder weniger federnd auf den Fußspitzen, den Hintern möglichst weit entlastet. Nur zum Schalten wurde diese Sitzhaltung gelockert, der linke Fuß schnellte vor, der Gang wurde gewechselt und dann sofort wieder der Hintern abgehoben!

So klappte es denn auch so langsam mit dem Hanging-off. Zu meinem persönlichen Leidwesen kam das Knie aber nie an den Boden! Der Instruktor meinte dazu, man solle so etwas nicht erzwingen wollen, das käme irgendwann von ganz alleine. Etwas frustriert war ich allerdings schon. Schwamm drüber.... Die oben erwähnte ZZR-400 Fahrerin dagegen hatte keinerlei Probleme mit Knieschleifen, was sie stolz anhand ihrer angekratzen Schleifpads bewies. Sie fuhr aber auch wirklich absolut Klasse und war schon fast zu schnell für unsere Gruppe. Auch Angela, die andere junge Frau, war flink unterwegs und wir beide hatten unseren Spaß damit, uns gegenseitig zu jagen, weil es immer so paßte, daß der eine vor oder hinter Bild dem anderen fuhr. Komische Zufälle gibt es. Linkskurven konnte sie besser als ich, rechts war ich besser. Hat Spaß gemacht. Auch das jeden Tag stattfindende freie "Blasen" habe ich mir nicht nehmen lassen und mir manch heiße Jagd mit ihrem Freund, dem Oliver auf seiner ZX-12R, geliefert. Am letzten Tag beim letzten freien "Blasen" mußten wir uns regelrecht selber bremsen, weil es anfing, etwas zu gut zu laufen und wir etwas übermütig wurden. Zum Glück war der Tank bald leer und so kamen wir zu unserer "Bremsung"! Smiley

Das Foto zeigt mich mit der Nummer 28 direkt hinter Angela mit der Nummer 49 auf ihrer grünen ZX-9R kurz vor der einzigen kniffligen Passage auf dem Lausitzring. Die letzte Linkskurve vor der Gegengeraden hat einen kleinen Huckel, im Bild rechts gerade eben noch zu erkennen, bei dem man gerne mal bei zu viel Gas in arge Schwierigkeiten kommt, was mich an der Stelle immer etwas vorsichtiger fahren ließ! Man kann auch gut erkennen, wie weit das Knie noch vom Boden weg ist. Auch sitze ich noch zu sehr "auf" der Maschine, statt "daneben" zu hängen. Aber ich übte ja noch... Smiley

Auf jeden Fall hatte ich auch bei diesem Rennstreckentraining viel Spaß und viel gelernt. Und das war schließlich der Sinn des Ganzen, gell? Bis zum nächsten Mal....

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Nürburgring-2001

Auch noch im Jahr 2001 nahm ich an einem Rennstreckentraining des ADAC auf dem Nürburgring, genauer, auf der berühmten Nordschleife, teil. Dieses Training fand am 08. und 09. August 2001 statt. Auch hier gab es wieder Vollpension im Dorint-Hotel direkt an der Strecke und im Restaurant auf der Strecke selber. Der Nürburgring liegt mitten in der Eifel, die sowohl für ihre Wetterkapriolen als auch für ihre schönen Motorradstrecken berühmt ist.

Die Nordschleife wollte ich schon immer mal "erfahren", ich hatte aber keine Lust, dieses im Rahmen der normalen Öffnungszeiten zu machen, die im Volksmund auch als "Terroristenverkehr" bezeichnet werden. Dort fahren dann Motorräder neben getunten Golfs und Porsches und vollbesetzten Reisebussen querbeet durcheinander. Ich habe wahre Horrorgeschichten darüber gehört und gelesen, so daß ich mir das nicht geben mußte!

Die Anreise war ereignislos, das Wetter durchwachsen und in der Eifel hat es sogar geregnet. Einchecken, dieses Mal hatte ich ein Einzelzimmer, weil ich dann besser schlafen kann, und abends das übliche Prozedere: Eröffnung, Vorstellung der Instruktoren und gemeinsames Abendessen.

Am nächsten Tag war es wider Erwarten trocken, so daß die Regencombi nicht rausgeholt zu werden brauchte. Ich hatte mir extra einen Plan der Nordschleife auf den Tank geklebt, um die vielfältigen Streckenabschnitte und Kurvenkombinationen zumindest halbwegs nachvollziehen zu können; draufgesehen hatte ich kein einziges Mal!

Gefahren wurde wie gehabt: Der Instruktor vorneweg, die Gruppe in ständig wechselnder Reihenfolge hinterher. Die Nordschleife hat ihren ganz eigenen Reiz. Es ist zwar keine "richtige" Rennstrecke mit Auslaufzonen und Kiesbetten, eher eine Art Landstraße ohne Gegenverkehr, aber ansonsten richtig Klasse! Man überwindet richtige Höhenunterschiede und die Kuppen und Kurven sind nicht ganz ohne. Und da es so viele sind, konnte ich mir kaum merken, wann welche Kuppe oder Kurve denn nun kam. Aber wir hatten einen guten Instruktor, dem wir blind folgten. Er hat uns auf Markierungen vor Kurven aufmerksam gemacht, die von anderen Benutzern der Nordschleife irgendwann mal dort angebracht worden sind, und die die Einlenkpunkte darstellten; die Punkte also, an denen das Bremsmanöver zu Ende zu sein hat und man einlenken muß, um die Kurve optimal nehmen zu können. Klappte auch ganz gut; mein Dank an die unbekannten Pinselschwinger...

Nach dem Mittagessen kam ein sog. Sektionstraining. Die Nordschleife wurde komplett gesperrt und in Sektionen aufgeteilt, in denen jede Gruppe ganz exklusiv üben konnte, was auch immer es zu üben gab. Wir z.B. übten Vollbremsung aus hoher Geschwindigkeit und Bremsen in Schräglage, weil zu unserer Sektion eine Kurve gehörte. Bremsen im Allgemeinen und in Schräglage im Besonderen sollte von jedem Motorradfahrer immer mal wieder geübt werden. Im Ernstfall ist es nämlich meist zu spät für's Üben! Die meisten Unfälle wären vermeidbar gewesen oder doch erheblich glimpflicher ausgegangen, wenn man richtig bremsen könne, wurde uns erzählt. Also bremsten wir....

Nach dem Sektionstraining fing es dann auch an zu regnen, was uns aber nicht abhielt, weiterhin über die Nordschleife zu brettern. Etwas vorsichtiger zwar, aber immer noch viel schneller, als mein Bauch es für möglich gehalten hätte. Man traut den Maschinen und den Reifen im Allgemeinen viel zu wenig zu, wie ich schnell feststellte.

Im Laufe des Tages und auch am folgenden Tag wurden unsere Runden über die Nordschleife immer sicherer und schneller, so daß wir als relativ "langsame" Gruppe etliche Gruppen überholten, die nach ihrer Startnummern "schneller" hätten sein sollen. Die langsamste Gruppe, die wohl Blumen pflückten, haben wir an einem Turn sogar zweimal überholt! Naja, es fuhren auch Gold Wings und Ähnliches dort mit, was für eine "richtige" Rennstrecke nicht das Geeignete ist.

Leider konnten wir am zweiten Tag die Regencombi nicht mehr ausziehen, weil es immer mal wieder mehr oder weniger stark regnete. Auch einige Ausfälle gab es am zweiten Tag zu beklagen: Die Ducati-Gruppe wurde ziemlich ausgedünnt! Im Ernst, es gab mindestens zwei schwere und ein paar leichtere Unfälle, zum Glück ohne nennenswerte Personenschäden. Dafür konnte die Nordschleife ein paar Ducati weniger sehen. Einer ist mit seiner Ducati unter der Leitplanke durch und er selber darüber hinweg "gefahren". Er selber wurde vom Maschendrahtzaun aufgefangen, sein Motorrad aber sah etwas arg tiefgelegt aus!. Da war nicht mehr viel zu reparieren...

Leider gibt es von diesem Rennstreckentraining an dieser Stelle keine Bilder! Es war zwar ein Profi-Fotograf anwesend und er hat auch fleißig fotografiert, aber es ist alles mögliche zu sehen, nur von mir gibt es keine brauchbaren Bilder; ab dafür!

Ich hatte mir eine Verlängerungsnacht gegönnt, weil ich nicht mehr, wie bisher, direkt nach dem Training losfahren wollte, aber es hat sich nicht gelohnt! Das Dorint-Hotel war fast ausgestorben, ich mußte alleine zu Abend essen und auch das Frühstück mußte ich alleine einnehmen, dafür startete ich ausgeruht nach Hause. Der Rückweg war wieder durchwachsen, aber meistens trocken und schnell abgerissen. Deswegen kein weiteres Wort darüber.

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Lausitzring-2002

Am 03. und 04. August 2002 fuhr ich wieder zu einem Perfektionstraining des Team Green zum Lausitzring, der es mir irgendwie angetan hatte! Ich nächtigte in derselben Pension wie das Jahr zuvor, mit dem Unterschied, daß ich nicht mit dem Motorrad anreiste, sondern das Motorrad auf einem gemieteten Anhänger stand, welcher am Auto meiner Schwester hing, die in der Gegend des Lausitzring ein paar Tage ausspannen wollte. Das paßte doch, gell?

In der Pension nächtigten noch ein paar andere Motorradfahrer, die auch beim Rennstreckentraining teilnehmen wollten. Somit hatten wir schnell Kontakt und abends auch lustige Unterhaltungen. Die anderen fuhren ausnahmslos Hayabusas, was mich etwas lästern ließ, weil ich vom letzten Jahr in Erinnerung hatte, daß eine Hayabusa zwar schnell, aber in Kurven komplett untauglich war. Zumindest standen sie mir in allen Kurven immer im Weg herum, nur um dann auf den Geraden wegzuziehen, bis zur nächsten Kurve. Sie kamen zwar immer vor mir auf der Zielgeraden an, aber nur, weil es eine Ziel-Gerade ist! Selbst, wenn man so eine Schüssel in einer Kurve kunstvoll oder glücklich hinter sich lassen konnte, auf der nächsten Geraden hatten sie einen wieder. Smiley Nebenbei bemerkt, der Chris aus o.g. Gruppe fuhr da etwas anders, er nahm auch am Sportfahrertraining teil, also permanentes freies "Blasen" ohne Überholverbot! Und, wie man munkelte, war er auch in Kurven flink unterwegs. Also soll es doch gehen mit so einem Teil...

Am ersten Tag die obligatorische technische Abnahme, mit ein paar Unterschieden: Diesmal mußten zusätzlich zu den Spiegeln auch die Nummernschilder abmontiert werden; es gab wohl bei ein paar Unfällen Schnittverletzungen wegen dieser scharfkantigen Bleche. Nun gut, ab damit! Dafür brauchten keine Lampen oder Blinker abgeklebt werden, wenn sie aus Plastik waren. Lediglich ausschalten bzw. funktionslos machen (Bremslicht) war Pflicht.

Unser Instruktor war ein gewisser HoGü (keine Ahnung, wie er richtig heißt) mit einer auf Rennen getrimmten ZX-7RR und er versprühte eine solche Lust auf Fahren, daß er uns schlagartig mitriß. Auf seine Frage, was sich jeder Einzelne (diesmal keine Frauen) so wünschen würde, erwiderte ich, als ich dran war, ich wolle endlich meine Schleifpads auf den Boden bekommen. Da lachte er und meinte, das bekämen wir schon hin, wir seien eine schnelle Truppe und es wäre doch gelacht, wenn das nicht klappen würde.

Es war aber auch wirklich eine schnelle Truppe, die wir da hatten. Es hat extrem viel Spaß gemacht und wir haben auch recht schnell etliche Gruppen abhängen können und wurden kaum überholt. Nur, die Knie wollten einfach nicht an den Boden. HoGü meinte, ich soll es locker angehen lassen, das wird schon. Aber er merkte wohl auch, daß ich es so locker nicht sah, und ließ, als ich direkt hinter ihm fuhr, die Gruppe einige Runden nicht mehr wechseln (der Zweite nach hinten und alle anderen aufrücken) und zog mich regelrecht immer schneller und schräger in die Kurven. Ich sah, wie er im Spiegel (er hatte einen auf der linken Seite, um die Gruppe immer im Blick zu haben) immer wieder kontrollierend zu mir sah, um sich zu vergewissern, daß ich ihm an Rad klebte. Dann, auf ein Mal, machte es bei einer weitläufigen, schnellen Linkskurve unvermittelt laut "krrrrrrk" vom linken Knie. Ich gebe zu, ich habe mich etwas erschreckt, aber sofort wieder gefangen. Bei der nächsten Rechtskurve machte es auch rechts "krrrrrrk", diesmal ohne jeden Schrecken; ich wußte ja jetzt, was kommt. HoGü reckte den linken Daumen nach oben, als Zeichen "Siehst Du, geht doch!". Die Runde war schnell zu Ende und ich konnte endlich stolz meine angeschliffenen Pads bewundern!

Allerdings stellte ich fest, daß die Klettstücke, auf denen die Pads klebten, zu weit oben am Knie und zu weit innen angenäht worden waren, weil die Pads nur unten-außen angeschliffen worden sind. Also pappte ich die Pads etwas weiter nach unten-außen, damit diese gleichmäßiger abgenutzt werden.

Bild Was einmal klappte, muß doch immer wieder klappen, sagte ich mir und, siehe da, es ging! Bei fast jeder Kurve bekam ich die Pads jetzt an den Boden und ich feilte etwas an der Hanging-off Technik, damit mir meine Knie den besten Feedback zur Schräglagenfreiheit geben konnten. Wie man an dem Bild links, was am ersten Tag deutlich vor Bild dem ersten "krrrrrk" entstanden ist, sehen kann, war eine Verbesserung des Hanging-off auch dringend nötig... Man kann auch sehr gut sehen, wie falsch die Schleifpads montiert waren! Naja, die Hose war ja ursprünglich auch nicht mit Knieschleifern ausgerüstet; wollen wir mal nicht so meckern!

Bei diesem Training war auch ein Videoteam anwesend, welches wir als ganze Gruppe für einen Turn mieteten, damit sich jeder mal in voller Aktion auf Video sehen kann. Da die Gruppe ständig rochierte, kam jeder mal direkt vor das Kamera-Motorrad, das immer an letzter Position fuhr. Ok, das Video kostete nicht gerade wenig Geld, aber ich habe es trotzdem geordert und es nicht eine Sekunde lang bereut. Die bei den anderen Trainings geschossenen Fotos gab es schließlich auch nicht zum Nulltarif, und da hat man "nur" ein Foto!

Bild Leider ist bei dieser Video-Fahrt einer meiner Gruppenmitglieder verunglückt, weil er eigenen Aussagen nach einen kleinen Moment unaufmerksam war und bei voller Beschleunigung nicht mitbekam, wie die ganze Gruppe plötzlich das Tempo reduzierte, warum auch immer. Er hat dann voll gebremst, wobei ihm das Vorderrad wegrutschte und er auch schon abflog. Für ein sanftes Wegrutschen waren wir viel zu schnell... Smiley Aus einem unerfindlichen Grund ist die Videokamera kurz vor dem Crash ausgefallen, weswegen wir auch nicht per Video nachvollziehen konnten, was genau passiert war. Zum Glück ist ihm selber nichts passiert. Gute Klamotten haben eben einen Sinn!

Am zweiten Tag, beim letzten freien "Blasen", ich mußte meinen Benzinhahn kurz vorher auf "Reserve" schalten, hatte ich dann endlich den Bogen raus: Auf der linken Seite schliff die Fußraste auf dem Boden, das Kniepad sowieso! Auf der rechten Seite schliff leider nicht die Fußraste, sondern das Auspuffrohr kurz vor dem Endtopf! Das wiederum fand ich gar nicht lustig! Eine Fußraste gibt nach, da sie beweglich gelagert ist. Aber ein Auspuffrohr ist starr und kann nicht nachgeben! Ergo hebelte die Maschine auch kurz über dieses Rohr, ich konnte sie etwas aufrichten und die Kurve ohne Schaden zu Ende bringen. Puh! Schweiß-abwisch! Das darf nicht sein. Wie ich im Internet nachlas, ist das aber ein bekanntes Problem von 2000'er ZX-9R mit Sportauspuffanlagen von Acrapovic, welche ich mir Anfang 2002 geleistet hatte. Klarer Fall von Konstruktionsfehler, sowas! Ich habe den Endtopf etwas weiter nach innen verlegt, indem ich die Halteschelle einfach umdrehte. Das ging zwar nicht ohne Gewalt und ist mit Sicherheit auch nicht so gewollt, aber meine Sicherheit geht mir immer vor! Auch hatte niemand, dem das auch aufgefallen ist, einen besseren Tip parat. Bis jetzt konnte ich nicht ausprobieren, ob es half, weil ich seitdem nicht wieder so schräg fahren konnte; kein Rennstreckentraining in Sicht z.Zt. Smiley

Bei der letzten Runde bei diesem freien "Blasen" stieß ich schließlich an die physikalischen Grenzen meiner Serienmaschine: In meiner mittlerweile dazu erkorenen Lieblings-Linkskurve rutschte in voller Schräglage (Fußraste und Kniepad schleifend) das Vorderrad langsam nach außen weg. Ok, Hinterräder rutschen schonmal, man nennt sowas "Slide", aber ein Vorderrad, das wegrutscht, war mir denn doch nicht ganz geheuer und ich brach diesen Turn endgültig ab! In dem Fahrerlager sagte man mir, daß ich gut daran getan hätte, denn Wegrutschen sei der Anfang von Abflug, wozu ich verständlicherweise keine Lust hatte. Mein seinerzeit montierter Michelin Pilot Sport sei zwar ein sehr guter Reifen und richtig warm auch gut griffig, aber es sei eben kein Rennreifen. Ich war also, auch in Hinsicht auf die aufsetzenden Teile, tatsächlich am physikalischen Ende meiner Serienmaschine angelangt, und das wiederum sei eine sehr gute Leistung, was ich irgendwie als Lob auffaßte! Smiley Wenn ich mehr machen wolle, müßte ich die Fußrastenanlage umbauen und die Auspuffanlage ändern, damit da nichts mehr aufsetzen kann! Dazu müßte ich andere Reifen montieren, die erheblich mehr Grip hätten, aber natürlich während eines solchen Trainings schnell runtergerubbelt seien.

Hmmmm, das muß ich mir aber reiflich überlegen! Ist so schon kein billiger Spaß, aber mit diesen Umbauten wird's unerreichbar für mich. Und was die Umbauten angeht, meine Maschine muß alltagstauglich bleiben und, vor allem, Sozia-tauglich, also fällt das alles wohl aus! Wenn ich mal wieder richtig Geld haben sollte, wonach es derzeit eher nicht aussieht, kaufe ich mir eine Unfallmaschine und baue sie mir als Rennmaschine auf. Ja, wenn... Smiley

Nach einem leckeren Abendessen mit den anderen Jungs aus der Pension, deren Frauen, und meiner Schwester, ging es am nächsten Tag wieder mit Motorrad auf dem Anhänger nach Hause. Ich muß sagen, das war das bisher erfolgreichste Rennstreckentraining für mich!

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Sachsenring-2002

Nur knapp zwei Wochen später, genauer am 19. und 20. August 2002, war ich schon wieder auf einer Rennstrecke, diesmal mit dem ADAC auf dem mittlerweile umgebauten und erweiterten Sachsenring. Wo der liegt, steht ganz oben auf dieser Seite... Die Anfahrt ging wieder mit einem Anhänger, auf dem diesmal neben meiner Maschine die von meinem Bekannten Michael stand, der auch an diesem Rennstreckentraining teilnehmen wollte. Hinzu kam ein gemeinsamer Bekannter namens Jürgen aus Bremen, der aber mangels Platz auf dem Anhänger selber fahren wollte.

Jürgen war bereits beim Bier, als Michael und ich endlich beim Hotel in Meerane eintrudelten. Wir schafften es auch gerade mal, uns anzumelden, zu duschen und ein Bier zu bestellen, als auch schon die Auftaktveranstaltung begann. Hier wieder das Übliche: Allgemeine Begrüßung und Vorstellung der Instruktoren, anschließend nach Gruppen sortiert das gemeinsame Abendessen, wie immer hervorragend! Eine Änderung zu den bisherigen ADAC-Rennstreckentrainings soll nicht unterschlagen werden: Die Motorräder sind nicht mehr vollkasko-versichert, wie dies bei den früheren Trainings üblich war! Der Grund war ein ganz banaler: Kostenexplosion der Versicherungen! Smiley

Unser Instruktor hieß Robert, ging locker auf die 60, war aber keinesfalls "alt" zu nennen! Im Gegenteil! Manch' jüngerer Mann bekam keinen Stich bei Robert, so sprühte er vor Lebensfreude und Energie! Noch während des Abendessens überredete er die Frau eines Gruppenmitgliedes, die eigentlich "nur so" mitgekommen war, selber an dem Training teilzunehmen. So hatten wir bei diesem Training eine Frau in unserer Gruppe, was leider nicht sehr üblich ist.

Ich war in Gruppe 9 eingeteilt, Michael in Gruppe 14. In welcher Gruppe Jürgen war, weiß ich nicht mehr, aber es könnte 15 gewesen sein. Schade! Ich wäre gerne mit den beiden zusammen gefahren, aber uns trennten etliche Jahre Rennstreckenerfahrung, die man nicht mal eben so aufholen kann!

Nach der Nacht, wieder im Einzelzimmer, ging es nach dem sehr guten Frühstück sofort zum Ring, diesmal aber wohlgeordnet nach Gruppen. Unser Instruktor fuhr eine nagelneue R1, was ihm manch spöttischen Kommentar seiner Instruktoren-Kollegen einbrachte: Er möge "in seinem Alter" doch lieber eine BMW-RT oder etwas anderes fahren... Smiley

Spaß beiseite, er beherrschte die Kiste sehr gut! Eine R1 ist schon etwas anderes als meine 9'er Ninja: Viel höhere Fußrasten, viel tiefere Lenkerstummel, also eine viel sportlichere Haltung. Dafür viel unbequemer und für Touren, wozu ich meine Ninja gerne nehme, viel ungeeigneter. Was soll's? Wir waren schließlich auf einer Rennstrecke! Und dort spielte die R1 ihre Vorzüge locker aus. Wo meine Ninja bereits schliff, war da noch Schräglagenfreiheit ohne Ende. Robert fuhr "klassisch", also Knie am Tank, während ich bereits Hanging-off machen mußte, um mitzukommen. Was soll's? Ich wollte ja auch meine beim Lausitzring erworbenen Fähigkeiten einsetzen und weiterentwickeln, also setzte ich ganz bewußt auf's Hanging-off und ließ die Kniepads nach Herzenslust schleifen, wenn sich die Gelegenheit dazu ergab.

Leider mußte ich als allererstes einen neuen Hinterreifen für meine Maschine besorgen, weil der Reifen die vom Veranstalter vorgeschriebenen 3 mm Profiltiefe in der Mitte nicht mehr hatte. Ich konnte das Ganze nicht nachvollziehen, da der Reifen doch eh nur an den Flanken beansprucht werden würde, aber man ließ sich nicht erweichen. Ich erfuhr auch, warum: Kurz vorher wurde ein Teilnehmer von der Veranstaltung ausgeschlossen, weil seine Maschine nicht mehr ganz straßentauglich war. Will sagen, er kam mit einer für Rennzwecke umgebauten RSV Mille R. Ohne Beleuchtung, ohne Spiegel und, logischerweise, ohne Kennzeichen. Das fiel zwar bei der technischen Abnahme abends vorher auf, aber die Abnehmer wollten erst das abschließende Urteil vom Boß, Michael Bartz also, haben, der die Zulassung schließlich verweigerte. Und da kam ich nun und wollte mit einem Reifen, der etwas wenig Profil hatte, teilnehmen! Da konnte Michael Bartz natürlich nicht anders handeln und mußte auch mich ausschließen! Also besorgte ich mir auf abenteuerliche Weise einen neuen Hinterreifen. Der Reifendienst vor Ort hatte zwar Reifen ohne Ende, aber keine Michelin Pilot Sport! Smiley

Ich fuhr einfach zu einem Motorrad-Händler im Ort, der kurzerhand einen Reifen von einer Ducati 998 abmontierte und bei meiner Maschine aufzog. War nicht ganz billig, aber komplett vom Rennstreckentraining ausgeschlossen zu sein wäre unterm Strich noch teurer gewesen!

Der oben erwähnte RSV Mille R Fahrer hat übrigens bei demselben Händler eine normale (Straßen-) RSV Mille gemietet, um auch noch teilnehmen zu können....

Der erste Turn verlief also ohne mich, aber beim zweiten war ich dann dabei, mit einem nagelneuen Hinterreifen! Obwohl ich den anderen ganz klar sagte, daß er neu ist und ich dementsprechend zurückhaltend sein werde, mußte Bild ich gut Gas geben, um den Anschluß nicht zu verlieren. In den ersten Kurven rutschte ich auch gut weg, aber dieses Gefühl kannte ich ja schon. Zwei, drei Runden später war der Reifen brauchbar und ich stand niemandem mehr im Weg! Die Gruppe konnte Tempo machen und es stellte sich heraus, daß sie dieses auch gut konnte. Also hatte ich auch bei diesem Training meinen Spaß. Vor allem die neue Strecke hat mir gut gefallen. Es ist ein abschüssiges gerades Stück nach einer leichten Rechtskurve nach der jetzt sehr kurzen Gegengeraden, zum Tempo machen gut geeignet und dann eine wunderschöne langgezogene Linkskurve, ideal zum Pads schleifen lassen! Danach wieder ein Stück Gerade, diesmal aufwärts, wieder eine Linkskurve und dann auf die Zielgerade. Aber genau diese Linkskurve hat es auch in sich: Sie hat, ähnlich wie beim Lausitzring, einen Huckel in der Fahrbahn, der die Motorräder gerne mal abheben und unkontrolliert schlingern läßt. Also auch hier: Sinnig, oder wie ein Bekannter mal sagte: "Nei wie e Schneck, naus wie e Sau!" Smiley

Hier konnte ich in den Pausen meine beiden Bekannten Michael und Jürgen beobachten, wenn es die Zeit zuließ, weil wir uns in der Gruppe natürlich auch besprechen mußten, etwas essen und viiieeeel trinken mußten, da es mörderisch heiß war! Gegen nachmittag ging sogar das Wasser zur Neige, da viel mehr getrunken wurde als veranschlagt worden ist. Aber auch das ließ sich durch einen kurzen Anruf beim örtlichen Getränkelieferanten regeln.

Leider verlief auch dieses Training nicht ohne Pannen! Zum einen zerlegte es den oben erwähnten Menschen, der sich eine RSV Mille geliehen hatte. Er hatte wohl noch seine Renn-Maschine im Gefühl und der Leihmaschine zu viel zugemutet. Wie ich vor wenigen Wochen hörte, hat er die Maschine, die mit einer mir unbekannten Summe Selbstbeteiligung vollkasko-versichert war, als Ersatzteilträger für seine eigene Maschine gekauft.

Zum anderen kam einer meiner Gruppenmitglieder zum Sturz, wohl auch aus Selbstüberschätzung. Dazu kam noch eine schwarze ZX-9R und noch ein-zwei andere Maschinen aus anderen Gruppen. Ja, und eine von denen hat eine Spur unbekannter Flüssigkeit in der weiter oben beschriebenen langgezogenen Linkskurve im neuen Teil der Strecke gelegt. Jetzt hieß es doppelt aufpassen! Also etwas früher einlenken, was bedeutete, etwas langsamer an diese Kurve herangehen. Aber auch das war zu meistern, so daß genug Spaß aufkam!

Auch bei diesem Training gab es freies "Blasen", was ich auch begeistert mitmachte. Der härteste Gegner war ein Mitglied meiner eigenen Gruppe mit einer älteren Fireblade. (Im Bild unten rechts; ich bin übrigens oben der zweite von rechts, der Typ mit den zerwuselten Haaren!) Wir lieferten uns richtig gute Rennen, die er aber fast immer für sich entschied. Es gibt halt immer Bessere. Da muß man durch.....

Nach dem obligatorischen Kaffee und Kuchen gab es die obligatorische Verabschiedung mit Aushändigung der Teilnahmeurkunden und dann ging es zurück zum Hotel Meerane, die Motorräder verladen, uns selbst duschen und zurück mit dem "Gespann" nach Oldenburg.

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Oschersleben-2004-1

Im Jahre 2004 ergab es sich dann, daß ich insgesamt dreimal nach Oschersleben fuhr. Bis dahin kannte ich Oschersleben immer nur als den "Mickymaus-Kurs". Warum, ist für mich mittlerweile nicht mehr nachvollziehbar. Für mich ist dies definitiv der Ring, der am meisten Spaß macht. Der Unterschied zu den bisher von mir besuchten Ringen ist, daß es ein Rechtskurs ist, was mir bis dahin nicht so gut lag. Linkskurven haben sich bisher als besser von mir fahrbar herausgestellt. Bisher... Smiley

Bild Der erste Termin war eine eintägige Veranstaltung von KM Sicherheitstraining am 12.07.2004. Die Idee, dorthin zu fahren, hatte Stefan, ein Arbeitkollege von meinem Bekannten Michael. Ein weiterer Kollege von den beiden, der Olaf, schloß sich uns an, so daß wir tags vorher mit vier Maschinen auf eigenen Rädern nach Oschersleben fuhren. Vor Ort stellt sich heraus, daß noch zwei Kollegen "unserer" Firma mit uns in der Box waren, Matthias und PeSchu; Zufälle gibt es. Oder war das etwa geplant??? Bei KM ist einiges im Preis enthalten: Die Party am Abend mit Freibier und Grillwürstchen, z.B. Beim Bier lernten wir dann auch ein Pärchen kennen, das wir von da an immer mal wieder auf diversen Parties und Rennstrecken treffen sollten: Claudia und Frank. (Viele Grüße von hier aus; wir sehen uns!)

Wie man auf dem Bild sehen kann, verirren sich immer wieder mal merkwürdige "Motorräder" auf eine Rennstrecke! Der gute Mann hat tatsächlich an dem Training teilgenommen...

Der Tag begann mit Regen, so daß meine Laune anfangs nicht so doll war. Zum Glück war meine Gruppe die erste im "Sondertraining", also nicht auf die Strecke, sondern Kurven fahren und bremsen üben auf einem Nebenplatz. Paßte mir ganz gut, ich bin und bleibe ein Regenschisser. In der Theorie weiß ich zwar, was heutige Motorräder und deren Reifen bei Nässe alles können, aber zwischen Theorie und Praxis klaffen bekanntlich Lücken...

Der Matthias begann seinen Tag jedenfalls auf der Strecke und auch gleich mit einem sauberen Rutscher am Ende der Gegengeraden, was seine bis dahin makellose Hayabusa böse im Kies verunzierte. Er fuhr nach dem provisorischen Ausbeulen zwar weiter, aber so richtig lustig war das wohl kaum!

Das Training an sich brachte mir persönlich nicht viel, außer Kenntnis der Strecke. Die Konsequenz war für mich: Ab sofort nur noch Sportfahrertrainings, also, wie ganz oben beschrieben, mehr oder weniger freies Blasen.

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Oschersleben-2004-2

Bild So kam es dann auch zu meinem zweiten Besuch der Rennstrecke in Oschersleben am 24.08.2004, wieder eine eintägige Veranstaltung mit KM Sicherheitstraining. Diesesmal fuhr ich mit Olaf zusammen, unsere beiden Maschinen auf meinem Anhänger. Ich hatte mir extra für mein erstes Sportfahrertraining eine Rennverkleidung von Sebimoto bestellt, damit ich mein teures Original-Plastik im Falle des Falles nicht riskieren mußte. Ich ging irgendwie davon aus, daß es ab sofort etwas heftiger zur Sache gehen würde. Wie dem auch sei, für's erste langten schwarze Farbe aus der Sprühdose und ein paar Aufkleber auf der Verkleidung, damit meine Maschine so richtig "rennmäßig" aussah. Ok, so doll sah das alles nicht aus, vor allem der Lack war echt nicht der Hit, aber es ging ja schließlich nicht zu einem Schönheitswettbewerb, gell? Smiley

Vor Ort waren die üblichen "Verdächtigen" vom ersten Mal Oschersleben in "unserer" Box, plus ein paar Jungs, die bereits richtige Rennerfahrung hatten. Der erste Tag begann für mich mit einem heftigen Bammel, da ich noch nie "alleine" auf einer Rennstrecke unterwegs war und überholen kannte ich auch nur vom zuschauen. Die erste Runde fuhr aber ein Instruktor von KM vorneweg, so daß sich die erste Aufregung beim Einfahren schnell legen konnte. Ich habe zur Vorsicht eine weitere Runde "Reifen aufwärmen" angehängt, bevor ich richtig Gas gab. Und siehe da, es klappte auf Anhieb ganz hervorragend! Keine Spur mehr von Bammel, ganz im Gegenteil: Es schien, als ob das genau das war, was ich immer schon mit meiner Ninja machen wollte! Von Runde zu Runde und von Turn zu Turn klappte es besser, bis ich beileibe nicht mehr derjenige war, der laufend überholt wurde! Nach eigener Einschätzung lag ich im guten Mittelfeld, da ich mindestens ein Drittel der Leute "meiner" Gruppe überholen konnte.

Bild Naja, und bei einem dieser Überholmanöver passierte es dann: Vor der dreifachen Links wollte mein Hinterrad nicht mehr greifen! Die Maschine hüpfte auf dem Rad wie wild. Ich kann nicht sagen, was es genau war, aber vermutlich wollte ich einen Gang zu weit runter schalten. Wie dem auch sei, ich konnte die Maschine nicht mehr bändigen und bin leider geradeaus ins Kies. Ein paar Meter weit kam ich aufrecht durch, aber dann schmiss es mich doch. Nun hat es sich doch bewährt, daß ich die teure Original-Verkleidung gegen die erheblich billigere Rennverkleidung getauscht habe! Nachdem ich vom Lumpensammler abgeholt und in die Box gebracht wurde, habe ich erstmal meine flatternden Nerven beruhigt, bevor es daran ging, den Schaden genau zu begutachten. War aber alles halb so wild; ein paar Kratzer an der Verkleidung, ein paar größere Kratzer an meinem Ego und ein Kiesel, der den Lüfter am Kühler blockierte. Die Flüssigkeit auf dem Bild ist lediglich Kühlwasser, kein Öl. Also habe ich die Maschine flugs wieder zusammengebaut, damit ich pünktlich zum nächsten Turn wieder startbereit war.

Die oben genannten rennstreckenerfahrenen Jungs meinten zu dem Ganzen lapidar, jetzt sei ich mit dem "Thema Crash" auch durch und könne froh sein, daß es nur Plastik war, was gelitten hat. Im Nachhinein hat sich zwar auch noch eine Zerrung am linken Knöchel eingestellt, die mich an diesem Tag aber nicht behindert hat. Dafür hat man wohl auch zu viel Adrenalin im Körper... Smiley

Sei es, wie es sei, dieses Training hat so richtig Spaß gemacht, weil zum ersten Mal in meiner "Karriere" so etwas ähnliches wie Rennfeeling aufkam! Das schrie geradezu nach Wiederholung! (Aber ohne Crash, bitte...)

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Oschersleben-2004-3

Der dritte Termin in Oschersleben war eine zweitägige Veranstaltung, diesesmal aber von Dannhoff Motorsport vom 22.09.2004 bis 23.09.2004, also recht spät im Jahr. Diesesmal fuhr ich mit der Truppe meines örtlichen Motorradhändlers dorthin. Ich fuhr wieder mit dem Motorrad auf meinem Anhänger, allerdings alleine. Die anderen hatten alle etwas bessere Transportmöglichkeiten, z.B. VW LT oder Ähnliches, womit man erheblich schneller am Ziel ist als mit einem Anhänger. Da die meisten der Jungs lange arbeiten mußten, war das auch nötig, um noch deutlich vor Mitternacht anzukommen!

Vor Ort habe ich mich kurzerhand entschieden, am Drei-Stunden-Rennen am Nachmittag des zweiten Tages teilzunehmen. Wenn schon, denn schon, dachte ich mir. Es hat zwar 20,- € extra gekostet und ich mußte meine Lieblingsstartnummer 59 gegen die meines zweiten Mannes tauschen, aber zum einen kam ich dadurch zu mehr Zeit auf der Strecke und zum anderen kann ich nur dazu lernen.

Ich fuhr an beiden Veranstaltungstagen in der langsameren Sportfahrergruppe, da ich mich immer noch zu den Einsteigern zählte. War auch besser so, so wird man nicht ständig überholt, sondern hat auch mal das Vergnügen, zu überholen.

Am Nachmittag des zweiten Tages kam dann das Rennen. Da es sich um drei volle Stunden handelte, fuhr man nicht alleine dieses Rennen, sondern zwei Leute auf eigenen Maschinen teilten sich das Rennen und den obligatorischen Transponder, damit die Zeit genau und zentral genommen werden kann. Es hieß also immer eine halbe Stunde fahren, in die Boxengasse, den Transponder tauschen, eine halbe Stunde Pause, während der andere fuhr, und dann wieder Transponder-Tausch und die nächste halbe Stunde Rennen.

Der Start war ein klassischer Le-Mans-Start, also die Maschinen stehen, vom zweiten Mann gehalten, auf der einen Seite der Start-Ziel-Geraden und der Fahrer steht am gegenüberliegenden Fahrbahnrand. Auf Kommando sprintet der Fahrer zu seiner Maschine, startet diese und fährt los. Zumindest in der Theorie! Da meine Maschine aber ein immer mal wieder klemmendes Zündschloß hat, habe ich mich entschlossen, die Zündung anzulassen und die Maschine mit dem Killschalter auszumachen. Dummerweise hatte auch dieses Mistding einen Wackelkontakt, so daß die Maschine nicht anspringen wollte. Erst ein mehrmaliges An- und Abschalten des Killschalters hat dieses Mißgeschick beseitigt. Da waren die anderen natürlich schon um die ersten zwei Kurven rum und ich mußte hinterherjagen! Damned! Smiley

Da das Rennen auch mit Beteiligung der schnelleren Fahrer war, kam ich kaum zum überholen, sondern wurde fast nur von richtig flinken Maschinen überholt. Zum Glück fuhr mein zweiter Mann, Uwe, in derselben Liga wie ich, so daß auch er in diesen recht zweifelhaften Genuß des fast-nur-überholt-werdens kam. Dafür fuhren wir einen recht konstanten Schnitt! Da einige Teams wegen Crashs ausfielen, konnten wir schon mal nicht Letzte werden! Leider fing es beim zweiten Turn von Uwe an zu regnen, so daß wir uns schweren Herzens entschlossen, das Rennen nach knapp zwei Stunden abzubrechen, weil wir absolut keine Lust hatten, unsere Maschinen zu schrotten! Da sich auch einige der anderen Teams zu diesem Schritt entschlossen, zählte für uns bei der "Abrechnung", wie viele Runden wir in der Zeit auf der Rennstrecke gefahren sind. Und sooo schlecht sah das gar nicht aus! Von den ausgefallenen Teams mal abgesehen lagen einige auch mit den gefahrenen Runden hinter uns, so daß wir uns knapp am Ende des zweiten Drittels wiederfanden. Das reichte zwar nicht für eine Erwähnung bei der Siegerehrung und für einen Pokal schon gar nicht, aber wir waren trotzdem stolz, unser erstes Rennen gefahren zu sein!!

Mit dieser irgendwie glücklich machenden Erfahrung habe ich meine persönliche Rennsaison 2004 beendet, in der Hoffnung, daß es 2005 so weitergehen möge...

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Sachsenring-2005

Bild Im Jahre 2005 kam ich erst recht spät zu einem Rennstreckenbesuch. Warum? Weiß nicht, aber es war halt so. Mein Bekannter Michael machte mich auf eine Veranstaltung der Zeitschrift MotorradOnline (MO) aufmerksam, die zwar "Girls-only" hieß, aber es hatten sich nicht genügend Frauen angemeldet, so daß sich der Veranstalter entschlossen hatte, auch Männer zuzulassen. Also fuhren wir am 03.08.2005 zum Sachsenring.

Wir hatten uns mit unseren weiter oben erwähnten Bekannten Claudia und Frank verabredet, die früher als wir vor Ort sein wollten und schon mal eine Box klarmachen wollten.

Wie man auf dem Bild sehen kann, habe ich meine Mitte 2004 leicht geschredderte Rennverkleidung geflickt und neu lackieren lassen, diesmal aber von einem Profi. Dann habe ich meine Lieblingsstartnummer plotten lassen und möglichst sauber auf die Verkleidung geklebt. Sah gut aus....

Wir sind zu Hause recht spät losgekommen, weswegen wir doch etwas unter Druck standen; bis 21 Uhr war nur Abnahme! Unterwegs haben wir natürlich die üblichen Pausen gemacht, aber irgendwie unter leichtem Zeitdruck.... Naja, wir kamen noch recht pünktlich beim Sachsenring an, um die Papiere zu erhalten und die Maschinen technisch abnehmen zu lassen. Bei der Startnummernvergabe gab es dann eine lustige Überraschung: Ich hatte vorher auf dem Meldebogen meine Wunschstartnummer angegeben, was auch tatsächlich paßte. Was aber noch viel besser war, ich war in der "roten" Gruppe und meine Startnummern auf der Verkleidung sind... na, was wohl? ROT! Bingo. Leicht irritierte Gesichter bei der Anmeldung, woher ich das gewußt hätte etc. pp. War aber wirklich bloßer Zufall...

Noch eine lustige Story bei der technischen Abnahme: Wir waren ja gerade eben erst angekommen und die Motorräder standen noch auf dem Anhänger. Die gute Dame bei der Anmeldung fragte lediglich, ob die Motorräder Öl verlieren würden. Als wir das verneinten, waren sie damit technisch abgenommen! Ägypten?

Was ich allerdings weniger lustig fand, war die Gruppeneinteilung: Ich war zusammen mit Frank in der schnellsten Gruppe! Auf Nachfrage meinte man zu uns, die langsameren Gruppen seien schon mehr als voll, und da wir uns erst so spät angemeldet hätten, sei eben nur noch Platz in der schnellsten Gruppe gewesen. Klasse! Und das mir, da ich mich doch immer noch zu den Einsteigern zählte... War aber halb so schlimm; wie die nächsten beiden Tage zeigen sollte, hatte ich genügend "Opfer" zum Überholen! Smiley

Claudia und Frank wollten ursprünglich in der Box nächtigen, aber als Michael und ich sagten, daß wir ganz in der Nähe eine günstige Pension hätten, haben sie sich auch kurzerhand ein Zimmer dort genommen, auch, weil der kleine Sohn von Claudia dabei war.

Der nächste Tag kam und wir konnten endlich auf die Piste. Vorher mußte ich aber erstmal etwas Panik schieben! Ich hatte wirklich alles mit, sogar Montageständer und Werkzeug; aber meine Stiefel hatte ich Depp vergessen! Zum Glück hatte Frank ein zweites Paar Stiefel mit, die er eigentlich nur zur Sicherheit mitnahm. Ich sag' euch, ich wäre in meinen Straßenschuhen gefahren! Seitdem habe ich eine Packliste, damit mir so etwas nicht mehr passiert!!!

Wie auch bei anderen Veranstaltungen üblich, fuhr ein Instruktor des Veranstalters die erste Runde vor, damit wir die Strecke inspizieren konnten. Ich muß sagen, bei mir lief es überhaupt nicht! Ich eierte so etwas von übel über den Kurs, daß ich bereits dachte, ich kann es nicht mehr! So eine Sch****! (zensiert) Also bin ich mit dem Instruktor nach der ersten Runde rausgefahren, sprach ihn sofort an, und sagte ihm das. Nun, hmmm, ich sollte besser sagen: ihr, weil es niemand Geringeres als Nina Prinz war! Nina meinte nur, das würden wir schon hinbekommen, sie würde jetzt mal ein paar Runden vor mir herfahren und schauen, wo's klemmt. So nach drei/vier Runden machte es plötzlich mental "klick" und es ging wieder, als ob nie etwas gewesen wäre. Da der Turn eh rum war, fuhr ich mit Nina raus und dankte ihr erstmal... Wann hat man schon mal das Vergnügen, Nina Prinz als persönliche Instruktorin zu haben? Wie ich erfuhr, war auch Katja Poensgens als Instruktorin für die Mädels anwesend, gerade Mutter geworden und dementsprechend eingespannt...

Bild Der größte Nachteil der gesamten Veranstaltung war die extrem kurze Streckenzeit von ziemlich genau 14 Minuten pro Turn. Bei zwei Aufwärmrunden kam man nur noch auf knapp sieben oder acht Runden "Ernstfall". Etwas kurz, wie nicht nur ich fand! Das Bild übrigens wurde von einem anwesenden Fotografen am ersten Tag geschossen, in der Rechtskurve im Omega. Wie man evtl. sehen kann, klappte es doch recht gut. Zumindest finde ich das. Meine Zeiten konnte ich nicht ermitteln, ich hatte zwar einen MyChron-light montiert, aber es stand nirgends auf der Strecke ein Sender! Händisch gestoppt sollen es knapp über 1:50 Minuten gewesen sein; hmm, ok, ist nicht der Hit, aber für einen selbsterklärten Einsteiger ganz in Ordnung, oder? (Fishing for compliments...)

Am nächsten Tag war es erst mal etwas kühler und die Strecke auch noch von den nächtlichen Testfahrten diverser Autohersteller recht naß, vor allem im Omega. Nach zwei Runden habe ich den ersten Turn abgebrochen, weil ich immer noch ein ausgesprochener Regenschisser war und meine Maschine nicht riskieren wollte! Ab dem zweiten Turn war die Strecke dann aber abgetrocknet, so daß auch das Thema gegessen war. So hatte auch ich noch ausreichend Spaß!

Der Rückweg war wie immer lang (immerhin 550 km) und anstrengend, vor allem, weil es nach knapp einem Drittel übel anfing zu regnen. Aber irgendwann nach den üblichen Pausen waren wir endlich zu Hause...

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Lausitzring-2005 (mein Waterloo)

Nach der doch recht gelungenen Aktion auf dem Sachsenring bin ich knapp zwei Wochen später zum Lausitzring gefahren, der bis dahin mein erklärter Lieblings-Ring war. Eigentlich wollte ich mit meiner Schwester fahren, aber sie konnte nicht und so bin ich dann wohl oder übel alleine losgefahren; ich hätte es sein lassen sollen... Smiley

Vor Ort das übliche Procedere; anmelden, Box finden, umschauen etc. pp. Ich bin in eine Box gekommen, die nur von vier Maschinen belegt war, so daß genügend Platz für mich war. Ich bin sehr freundlich aufgenommen worden und man half mir auch ohne großes Federlesens, meine Maschine abzuladen. So wußten die Leute auch, mit was für einem Auto ich angereist war; wichtige Sache, wie sich herausstellen sollte.

Geschlafen habe ich wie immer in einer kleinen Pension in einem Nachbarort; nicht weit weg vom Ring.

Am kommenden Tag, dem 20.08., bin ich nach einem guten Frühstück mit bester Laune zum Ring gefahren, habe die Leute vor Ort begrüßt und mich über das herrliche Wetter gefreut. Ich fuhr in der mittleren Sportfahrergruppe, der blauen Gruppe. Mit mir fuhren der Franz und der Achim aus "meiner" Box. Die ersten beiden Turns liefen gut, allerdings hat der Hinterreifen extrem stark "Federn" gelassen. Ich fuhr wieder den BT014, den ich an diesen beiden Tagen "schlachten" wollte. Sobald wie möglich/nötig wollte ich dann Slicks aufziehen, um noch etwas besser um's Eck zu kommen. Aber für den anstehenden dritten Turn waren beide Reifen noch gut "im Gummi".

Tja, der dritte Turn... Ich weiß noch, wie ich zum Achim sagte, die Ampel sei grün und wir können raus. Das nächste, an das ich mich bewußt erinnere, ist, wie man mir im Medical-Centre den Helm abnahm. Dann war wieder große Pause. Das nächste war, wie jemand (ein Arzt?) meinen Körper untersuchte und mich fragte, wo es überall weh täte. Zu diesem Zeitpunkt trug ich nur noch meine Unterwäsche. Sprich: Das auspellen aus dem Leder habe ich auch "verschlafen"... Ich konnte ihm recht klar sagen, was mir weh täte und auch, wer ich überhaupt sei und in welcher Box ich wäre. Auch die Namen meiner Box-"Mitbewohner" wußte ich... Der Arzt (?) meinte, man könne so schon sehen, daß das Schlüsselbein gebrochen sei, aber anhand meiner Schmerzschilderungen tippte er noch auf diverse andere Brüche. Er teilte mir noch mit, daß ich ins Krankenhaus nach Senftenberg gebracht würde, dann legte sich wieder "dichter Nebel" über mich...

Im Krankenhaus selber bin ich ausgiebig geröntgt worden, auch ein CT der Wirbelsäule und des Schädels wurde gemacht. Danach kam das niederschmetternde Ergebnis: Splitterbruch des Schlüsselbeins, Trümmerbruch des Schulterblattes und Rippenserienbrüche der zweiten bis vierten Rippe; alles links. Dazu diverse Hautabschürfungen und Blutergüsse. Als krönender Abschluß sei noch ein sog. Hämatothorax und ein Schädel-Hirn-Trauma ersten Grades genannt. Ich war bedient! Smiley

Ich will jetzt nicht groß auf diese Krankengeschichte eingehen, sonst heißt es wieder, ich sei stolz auf diesen Unfall, was mir tatsächlich schon vorgeworfen wurde! Glaub' mir, lieber Leser, ich bin nicht stolz darauf!!

Ich möchte nur festhalten, daß meine Box-"Mitbewohner" meine Klamotten zusammengesucht haben, mein Auto ausfindig gemacht haben (deswegen die Bemerkung oben) und mein Motorrad auf meinem Anhänger verstaut haben. Ein extragroßes Dankeschön geht deswegen an diese lieben Leute, zu denen ich heute noch Kontakt habe! (Wir sehen uns auf dem Racetrack!)

Desweiteren ist es mir ein Anliegen, festzuhalten, daß mich in den zehn Tagen, die ich in Senftenberg lag, nur meine Schwester und meine Pensionswirte besucht haben. Meine Schwester kam extra mit dem Zug angereist und hat das Auto samt Anhänger und Motorrad abgeholt. Ich habe in den zehn Tagen eine so große Handyrechnung produziert wie nie zuvor. Es wußte also wirklich so gut wie jeder meiner Freunde, was passiert war; es kam bloß niemand (bis auf o.g. Personen), um mich zu besuchen. Ok, Senftenberg ist nicht wirklich vor meiner und meiner Freunde Haustür, aber wirkliche Freunde fahren bis ans Ende der Welt, wenn Not am Mann ist. Ich habe somit den für mich etwas schmerzlichen Schluß gezogen, daß ich zu diesem Zeitpunkt wohl keine wirklichen Freunde hatte! Wohlgemerkt, ich rede ausschließlich von den Leuten, die sich zu diesem Zeitpunkt als meine Freunde bezeichneten oder ich sie als solche! Alle anderen Menschen, die ich kenne oder kannte, sind hiermit nicht gemeint! Nur, damit keine Mißverständnisse aufkommen... Smiley

Wer sich jetzt auf den Schlips getreten fühlen sollte, sollte mal in einer stillen Stunde in sich gehen und sich fragen, ob ich nicht irgendwo Recht habe. Und wer jetzt nichts mehr mit mir zu tun haben möchte, ok, kein Ding. Ich könnte es zwar nicht verstehen, würde es aber akzeptieren...

Heute, am 15.01.2006, wo ich dieses hier schreibe, geht es mir soweit wieder gut. Ich habe drei Operationen über mich ergehen lassen müssen, bis das Schlüsselbein wieder so stand, wie es soll. Ich plane auch schon wieder fleißig meine nächsten Rennstreckenbesuche, denn ich laß mich nicht von meinem Hobby abbringen!

Bild Bis heute habe ich keinerlei Erinnerung an den Crash, ich habe nur die Berichte von Achim, der offensichtlich direkt hinter mir fuhr, wonach ich in einer Linkskurve ohne ersichtlichen Grund mit dem Vorderrad weggerutscht bin, unter meine Maschine geriet und von dieser richtiggehend durchgewalkt wurde! Das würde die vielen Brüche und den Zustand meiner Lederkombi erklären, die nebenbei zusammen mit dem Helm und den Handschuhen nur noch Schrottwert hat. Meine Ninja dagegen hat kaum was abbekommen (siehe Bild); lediglich der Lichtmaschinendeckel ist unten durchgeschliffen und muß erneuert werden und meine Rennverkleidung hat ein paar Kratzer und Brüche; nichts, was man nicht mit etwas Arbeit, Spachtel und Farbe hinbekäme...

Ich war weder zu schnell für diese Kurve noch waren die Reifen kalt, es war, laut meinem MyChron-light, die dritte Runde in diesem Turn. Als Erklärung bleibt nur ein Kiesel, oder, der Reifen hat einfach aufgegeben. Ich weiß nur, nächstes Mal rüste ich in jeglicher Hinsicht auf: Bessere Klamotten und Reifen!

Denn, wie ich weiter oben schrieb: Ich laß mir mein Hobby nicht vermiesen!

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Most/Tschechien-2006

Bild Da ich mich nicht von meinem Hobby abbringen lasse (schrieb ich das schon?), habe ich gleich für 2006 wieder ein Renntraining gebucht. Mein bereits weiter oben erwähnter Bekannter Frank hat mit weiteren Bekannten einen Veranstalter (KW-Racing) aufgetan, der ein Training in Most/Tschechien vom 22. bis 24.05.2006 anbot, das für drei Tage einfach unschlagbar billig war. Also habe ich mich spontan rangehängt an die Truppe.

Anfang des Jahres 2006, nach Abheilung sämtlicher Blessuren, konnte ich endlich daran gehen, mir neue Klamotten zu kaufen und meine Maschine wieder auf Vordermann zu bringen.

Die erste Tat war ein Demontieren sämtlicher Verkleidungsteile. Nun konnte ich auch sehen, daß das Heck schief stand. Also hat mein Händler die Maschine abgeholt und zu einem Fahrwerks- und Rahmen-Spezi gebracht, um den Rahmen, die Gabel und die Hinterradschwinge ausmessen zu lassen. Das war zwar nicht ganz billig, aber ich hatte die Gewißheit, daß nichts verbogen, verzogen oder gebrochen war. Lediglich das Heck mußte gerade gebogen werden, aber das ist ja eh nicht kriegsentscheidend. Dann noch ein neuer Lichtmaschinendeckel samt Dichtung und die Ninja durfte wieder nach Hause.

Bei besagtem Händler habe ich mir dann auch ein Racing-Heck gekauft. Dann habe ich alles, was jetzt überflüssig war, abgeschnitten oder abmontiert, also Kennzeichenhalter, Blinkerbefestigungen, Sozius-Fußrasten etc.

Die Original-Verkleidung habe ich anschließend bei einem großen Internet-Auktionshaus komplett verkauft, mit allen Lampen, Blinkern, Schrauben etc. Ich hatte niemals wieder vor, meine Ninja für den öffentlichen Straßenverkehr zuzulassen! Abgemeldet hatte ich sie ja schon eine knappe Woche nach meiner Rückkehr aus dem Krankenhaus Senftenberg.

Klar war das ein entscheidender Schritt, das gesamte Geraffel zu verkaufen, man bekommt so etwas wohl nie wieder zu einem akzeptablen Kurs, aber ich hatte mir kurz vorher eine neue Maschine für den "Alltag" gekauft, auch, weil meine Ninja bekanntlich über 100.000 km runter hatte und nach einhelliger Meinung der Experten wohl nicht mehr allzu lange durchhalten würde. Für gelegentlichen Rennstreckeneinsatz aber sei sie noch gut in Schuß...

Das Racing-Heck habe ich schwarz durchgefärbt gekauft, so daß ich lediglich meine Startnummern aufzukleben brauchte.

Ebenfalls bei besagtem Händler ging es jetzt daran, mir eine richtig gute Renncombi zu kaufen. Ich liebäugelte mit einer Arlen Ness, aber es gab ums Verrecken keine in meiner Größe; schon gar nicht als Einteiler! Auch als Zweiteiler habe ich nichts passendes von diesem Hersteller gefunden. Überhaupt konnte ich nichts in meiner Größe finden, ich bin einfach kein Norm-Mensch, sondern habe zu lange Beine und Arme und zu wenig Bauch. Grummel...

Zum Schluß habe ich mich dazu durchgerungen, einen Zweiteiler von Suomy zu kaufen, der zwar etwas zu kurze Ärmel und Beinteile hat, dafür aber perfekt am Körper anliegt und nirgends kneift oder schlackert. Komplettiert wurde das ganze durch neue Handschuhe von Held, die "Akira", die ich auch schon vorher hatte und die mit Sicherheit dazu beigetragen haben, daß ich überhaupt noch schreiben kann! Dann noch ein richtig guter Helm, der "Gunwind" von Suomy im "Max Biaggi" Design mit dem alten Römerhelm an den Seiten. Smiley War zwar alles nicht ganz billig, aber meine Gräten sind mir halt doch etwas wert.

Oh, ich vergaß: Einen Rückenprotektor (Schildkröte) habe ich mir auch noch gekauft, sicher ist sicher! Jetzt sitzt die Jacke zwar noch etwas enger, aber Leder gibt bekanntlich im Laufe der Zeit etwas nach...

Der MyChron-light hatte leider auch etwas abbekommen, aber schlußendlich waren das alles nur Kratzer und Lapalien und ein paar rausgerissene Kabel, also nichts, was einen Bastler ernstlich aufhalten könnte. Ich habe ihn dafür jetzt ordentlich befestigt, auch der Empfänger hat jetzt einen "richtigen" Platz bekommen, wo er nichts abbekommen kann, nicht stört und trotzdem funktioniert.

Ein paar Wochen vor dem Termin kam ich dann auch endlich dazu, die Rennverkleidung zu flicken und neu zu lackieren. Dann noch einen Satz Slicks gekauft und es konnte losgehen. Verständlicherweise bin ich nicht auf der Ninja nach Most gefahren, die Rennleitung unterwegs soll etwas gegen Motorräder ohne Beleuchtung und Kennzeichen haben... Smiley Ich habe wieder den Wagen meiner Schwester genommen, weil mein Commodore B GS/E einfach nicht fertig werden will!

Most ist nicht eben um die Ecke, also bin ich bereits am 21.05.2006 recht früh am Tag los. Der Weg war schnell gefunden, auch die Grenze war einfach passiert. Die Grenzer haben zwar etwas verdutzt geschaut, warum ein Mann alleine nach Tschechien fährt, aber der Blick auf die Ninja sagte dann doch alles. Nur die tschechischen Grenzer haben impertinent gegrinst. Warum bloß? Etwas später wußte ich auch, was sie dachten. Gleich hinter der Grenze beginnt der längste Straßenstrich, den ich je gesehen habe. Deswegen grinsten die so. Als ob ich zum fic*** nach Tschechien komme. Tse tse tse. Nebenbei habe ich keine Frau gesehen, die ich unter drei Promille angefaßt hätte... Smiley

Wenn das Wetter die ganze Zeit richtig mies war, so klarte es kurz vorm Ziel auf und es ließ sich sogar die Sonne blicken! Um es kurz zu machen, wir hatten astreines Wetter, während es in Deutschland durchgehend regnerisch war. Ich mußte sogar meine Sonnencreme benutzen, um keinen Sonnenbrand zu bekommen! Smiley

Von meinen Leuten war noch niemand da, also wartete ich. Etwas später am Tag kamen dann die anderen, die ich, außer Frank, ja nicht kannte. Wir waren eine recht große Gruppe, weswegen wir eine Doppelbox nahmen. Die brauchten wir auch dringend, da auch einige, u.a. ich, in der Box schlafen wollten. Dummerweise habe ich mir nicht genügend Gedanken über meine Verpflegung gemacht, und hatte nicht allzu viel mit, außer Getränken, Bananen und Müsliriegel. Zum "richtigen" Essen mußte ich also immer in den Ort fahren, was ich zwar jeden Abend tat, aber ich hatte doch ein höchst mulmiges Gefühl dabei, das Auto (ein Benz T-Modell) meiner Schwester in einer Nebenstraße stehen zu lassen. Es ist zwar nichts passiert, aber dieses Gefühl ist nach meinen Informationen durchaus angebracht.

Abends konnten wir zur technischen Abnahme, was einigen doch etwas Probleme bereitete. Die Jungs von KW-Racing forderten, die Ölablaßschraube und den Ölfilter mit Draht zu sichern, was natürlich nicht der Fall war. Also hieß es noch etwas schrauben. Zum Glück war der Bekannte von Frank (Jörn oder Jörg?) extrem gut ausgerüstet, sogar ein Akkubohrer fand sich, sowie Schellen und Draht. So gerüstet, konnten unsere Maschinen abgenommen werden.

Ich habe mir dann einen der Instruktoren zur Seite genommen und ihm in Kurzform die Story meines Unfalles erzählt und ihn gefragt, was ich seiner Meinung nach tun soll. Er sagte, die ersten Runden würde sowieso jeder in seiner Gruppe mit Instruktor fahren, und erst nach der ersten Runde darf überhaupt überholt werden. Apropos Gruppen: Ich war in der Sportfahrergruppe ohne weitere Einteilung, dann gab es noch die Rennfahrergruppe und die mit Instruktor, aber auch hier gab es kein "muß" und man konnte das Angebot des Instruktors annehmen oder nicht.

Dann hat er mir noch gesagt, er stünde jeden Tag für jeden zur Verfügung und wenn jemand möchte, kann er alle drei Tag mit Instruktor fahren! "Das bekommen wir schon hin!" waren seine Worte...

Am nächsten Tag, dem 22.05.2006, nach einer miesen Nacht voller Angst und Selbstzweifeln, ging es dann endlich auf die Strecke. Ich habe es locker angehen lassen, ich war ja das erste Mal wieder auf der Ninja, auf einer Rennstrecke sowieso und die Slicks waren nagelneu. Ich habe das Angebot des Instruktors auch gerne angenommen und den ersten Turn komplett mit Instruktor gefahren. Lief irgendwie ganz gut. Ich hatte nur ein blödes Gefühl in der Bremshand; irgendwie kam mir die Bremse total schwammig vor. In der Pause habe ich mir einen der Schrauber gegriffen; er konnte aber nichts finden. Als ich erwähnte, daß ich "für privat" eine neue Maschine hätte, wurde er hellhörig und wollte genau wissen, was für eine Maschine es denn sei. Nach kurzem Austausch war klar, was mich an meiner Ninja störte: Sie hatte keine Stahlflex-Bremsschläuche! Mir war bis dahin nicht klar, wie viel so etwas bringen kann!

Im zweiten Turn hängte ich mich wieder hinter "meinen" Instruktor, der jetzt auch deutlich das Tempo steigerte, was mir aber kaum etwas ausmachte. Ich war irgendwie wieder ziemlich locker und es flutschte geradezu.

Im dritten Turn war ich mit ihm alleine und er begann ein lustiges Spiel: Mal fuhr er zwei/drei Runden vor, dann ließ er mich vorbei und "jagte" mich zwei/drei Runden. Nach diesem Turn gab es dann Manöverkritik. Er meinte, ich würde die Kurven sehr gut vorbereiten und auch gut fahren, auch aus den Kurven würde ich gut rauskommen, das alles sei aber immer noch viel zu langsam. Das könne man alles steigern. Und genau das taten wir auch den restlichen Tag! Smiley

Am nächsten Tag, dem 23.05.2006, lief das alles schon viiieeel besser. Die Rundenzeiten (laut MyChron-light) wurden besser und besser. Ich fuhr an diesem Tag und am folgenden nur noch alleine, ohne Instruktor. Am Ende des zweiten Tages zeigte mein MyChron-light eine Zeit von 2:00 an, was laut Aussage der Jungs von KW-Racing für die neue Streckenführung in Most definitiv schon zu den schnelleren Zeiten gehörte. Ob das jetzt eine Art von "Seele streicheln" war oder nicht, ich fand's gut und es tat mir auch gut!

Der dritte Tag, der 24.05.2006, brachte kaum Neues, außer Erfahrung, ich gehe deswegen nicht näher darauf ein. Ich habe am abschließenden Sprintrennen nicht teilgenommen, sondern habe frühzeitig gepackt und bin auf die knapp 650 km Heimreise gegangen.

Kurz hinter Dresden ist dann noch die linke Kotflügelaufhängung samt Kotflügel meines Anhängers abgebrochen und durch die Gegend geflogen; zum Glück kam gerade niemand... Also durfte ich noch mitten auf der Autobahn etwas basteln, aber das klappte zum Schluß auch noch. Dadurch kam ich zwar recht spät nach Hause, aber ich kam zumindest nach Hause.

Die Klamotten sind gut, die etwas zu kurzen Beinteile wurden vollkommen durch die Stiefel abgedeckt, nur die Ärmel sind definitiv zu kurz! Sie rutschten ständig aus den Handschuhen. Da besteht erheblicher Nachbesserungsbedarf... Smiley

Leider sind nicht alle meiner Mitstreiter so gut weggekommen, Jörn (oder Jörg?) hat seinen Motor zersägt, ein anderer hat auf dem Asphalt ein sauberes Loch in seinen Lichtmaschinendeckel gefräst (welches wir aber mittels Kaltmetall flicken konnten) und einer aus einer anderen Gruppe hat eine geliehene Maschine unsanft in die Leitplanken gedrückt, woraufhin er diese Maschine kaufen mußte! (So ist das eben auf einer Rennstrecke...)

Fazit: Für mich persönlich war es ein gelungener Auftakt nach meinem Crash und ich mache weiter!!!!! (Was bis dahin nicht so richtig sicher war...) Leider gibt es keine ordentlichen Bilder von dieser Veranstaltung, weswegen hier auch keine eingestellt worden sind.

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Lausitzring-2006

Vom 01. bis 03.09.2006 habe ich dann an einer Veranstaltung von Dannhoff Motorsport teilgenommen. Auf die Idee brachte mich mein Händler, der wieder mit der ganzen Truppe (siehe Oschersleben-2004-3) dorthin wollte.

Vorher habe ich aber die Ärmel meiner Jacke bei einem örtlichen Lederschneider verlängern lassen. Es wurden einfach Stücke festes Leder an die Ärmel rangenäht, die ich durch überlappenden Klett schließen konnte, ähnlich wie bei Handschuhen. Das ganze wurde dadurch zwar ziemlich dick, rutschte aber nicht mehr aus den Handschuhen. Ich fand's ok...

Dann habe ich noch Stahlflex-Bremsleitungen montieren lassen, damit dieses "schwammige" Gefühl auf der Bremshand aufhört und ich habe hinten ein größeres Kettenrad montieren lassen, damit die meiner Meinung nach ungünstige Gangabstufung etwas abgemildert wurde und die Maschine flinker "aus dem Eck" kommt. Dadurch verliert sie zwar etwas an Top-Speed, aber wann braucht man das auf einer Rennstrecke? Ich habe jedenfalls den sechsten Gang noch nie ausgedreht bis zum Begrenzer. Mehr als 250/260 km/h (laut Tacho) lagen nie an!

Am 31.08.2006 bin ich also (wieder alleine) zum Lausitzring gefahren, wo ich viel zu früh ankam. Da die anderen noch arbeiten mußten an dem Tag, waren sie für sehr viel später angekündigt. Der Vorteil, daß ich so früh dort war, lag aber klar auf der Hand: Ich konnte eine Box reservieren! Die waren nämlich ratz-fatz weg! (Es gab noch die "Reste" einer Parallel-Veranstaltung, die noch die Hälfte der Boxen belegten.)

Bei dieser Veranstaltung war, wie fast immer bei Dannhoff-Motorsport, ein Sprintrennen und ein Vier-Stunden-Rennen geplant. Bei beiden Veranstaltungen habe ich mich natürlich angemeldet. Jetzt wollte ich es aber auch wissen! Smiley

Nachdem die anderen eintrudelten und ihre Motorräder und Klamotten in die Box gebracht hatten, sind wir erstmal alle nach Senftenberg essen gefahren. Da keiner selber fahren wollte, wollten wir uns ein Großraumtaxi bestellen, was aber in der Gegend wohl vollkommen unbekannt war. So mußte ein "normales" Taxi halt mehrfach fahren und uns "schubweise" nach Senftenberg zum Griechen fahren.

Bild Am nächsten Tag, dem 01.09.2006, war herrliches Wetter. (Wie überhaupt an allen drei Tagen.) Da mein Crash fast genau ein Jahr davor auf eben diesem Ring war, fuhr ich mit entsprechenden Gefühlen auf die Strecke. Nach Achim's Aussagen wußte ich auch, welche Kurve mir zum Verhängnis wurde. Ich habe diese Kurve also sehr vorsichtig in Angriff genommen, man könnte schon "ängstlich" sagen. Aber ich spürte nichts! Keine verdrängte Erinnerung brach sich Bahn, keine Ängste kamen hoch. Nach einigen Runden habe ich mein mulmiges Gefühl einfach in den Hintergrund gedrängt und diese Kurve genau wie alle anderen mit Schmackes gefahren. Und es ging! Und wie es ging... Smiley

Ich konnte Runde um Runde meine Zeiten verbessern, allerdings kam ich an gewisse Leute weder ran noch an diesen vorbei. Aber, wie ich viel weiter oben schon mal schrieb, es gibt immer bessere... Für mich lief es super.

Am nächsten Tag, dem 02.09.2006, ging alles weiter wie am Tag vorher. Ich habe aber festgestellt (und mir auch bestätigen lassen), daß ich viel zu früh bremse und auch in einem zu hohen Gang durch einige Kurven fahre, so daß ich am Kurvenausgang zu wenig Drehzahl für eine ordentliche Beschleunigung hatte. Ok, das läßt sich ja locker ändern. Vor der entsprechenden Kurve einfach einen Gang runter und sehen, was geht...

Das Problem dabei ist nur, daß es sich nie um eine einzelne Kurve handelt, sondern immer um Kurvenkombinationen. Ich müßte also vor der jeweils engsten, langsamsten, Kurve noch einmal runterschalten. Das habe ich probiert. Irgendwie habe ich dadurch aber eine ziemliche Unruhe in die Fuhre gebracht, weil dieser Schaltvorgang immer in ziemlicher Schräglage durchgeführt werden mußte und ich dafür immer ein wenig meine Sitzposition ändern mußte. Wenn ich vor einer kompletten Kurvenkombination bereits in den tieferen Gang (hier fast immer der zweite Gang) schaltete, war die Drehzahl viel zu hoch und es kam zum Hinterradstempeln, was mich 2004 in Oschersleben ins Kies führte. Also doch erst vor der Kurve runterschalten.

Ich habe das ein paar Turns durchgezogen und auch versucht, die Unruhe der Maschine durch "weicheres" Umsetzen zu kompensieren, mußte aber feststellen, daß meine Rundenzeiten schlechter wurden. Das war also kontraproduktiv! Zurück zu einem höheren Gang. Ich kam zwar nicht so flink aus dem Eck, war aber insgesamt weicher, runder und schneller unterwegs.

Irgendwie muß ich daran aber noch arbeiten, weil das bestimmt irgendwann mal etwas bringt. Dazu benötige ich aber unbedingt ein paar Tips von Experten. Mal sehen, was bis zum nächsten Renntraining in dieser Hinsicht geht...

Das einzige, was wirklich etwas brachte, war, die Bremspunkte immer etwas weiter nach "hinten" zu schieben. So gelang es mir, mich Sekunde um Sekunde zu verbessern. Auch habe ich erstaunt festgestellt, daß man mit Slicks in eine Kurve reinbremsen kann! Man muß also den kompletten Bremsvorgang nicht vor'm Einlenkpunkt beendet haben, sondern kann mit der exakt passenden Geschwindigkeit in eine Kurve reinfahren und kann "nachbremsen", was besonders am Ende der Gegengeraden auf dem Lausitzring von Vorteil ist, weil sich die dortige Kurve zuzieht. Versuch' das mal mit einem Straßenreifen! Das Aufstellmoment zeigt Dir dann schon, wo der Milchmann seine Kuh stehen hat... Smiley

Bild Am Ende des Tages fand ich mich somit bei einer 2:06 wieder. Ok, ok, ich höre schon die Stimmen: "Waaaaaas? Nur eine 2:06?" Dazu sage ich einfach: Komm' mit, mach es besser, dann reden wir weiter. Ich fand's gut und war für meinen immer noch gültigen Rennstrecken-Einsteigerstatus zufrieden. Klar orgelten dort Leute mit 1:45'er Zeiten um den Kurs, aber die fuhren auch gesponserte Wettbewerbsmaschinen und da brauche ich mich nicht nebenzustellen. Auch bin ich mit meinen jetzt 47 Jahren nicht mehr der Jüngste und habe auch einfach nicht die Praxis. Meinen gerade überwundenen Crash darf man auch nicht vergessen...

Leider hatte ich mir bei einem der letzten "Turnübungen" auf meiner Ninja die Lendenwirbel vergrault, so daß ich mich genötigt sah, direkt zum Medical-Centre zu gehen. Der Streckenarzt war aber nicht da, also schickte mich die freundliche Helferin zurück. Ich nutzte die Zeit und duschte erst mal. Direkt danach bin ich aber wieder hin und habe dem Doc mein Leid geklagt. Als ich meinen Namen nannte, fing die Helferin an zu grinsen. Auch der Doc schaute etwas belustigt drein. Auf meine Nachfrage meinte beide, sie könnten sich gut an meinen Namen erinnern, schließlich hätten sie mich vor fast genau einem Jahr auf'm Tisch liegen gehabt. Aha, daher das Grinsen...

Nach dem Abtasten meiner Wirbelsäule meinte der Doc, ich hätte zwar eine etwas krumme Wirbelsäule, das wäre aber nicht der Grund für meine Schmerzen. Er tippte auf Muskelverkrampfung und schmierte mir "Finalgon-extrastark-nicht-in-Apotheke-erhältlich" auf die Lendenwirbelsäule und meinte noch, ich dürfe dort auf keinen Fall hingrabbeln, das Zeug könne man nicht so einfach abwaschen und wenn ich dann in die Augen fasse... Auch soll ich den Slip sofort nach dem Tragen zur Wäsche geben und noch ein paar Tips mehr. Wie dem auch sei, es brannte wie Hulle, aber die Schmerzen wichen. Nach der Nacht waren sie sogar so gut wie nicht mehr vorhanden. Freu! Smiley

Abends gab es eine fette Party im Catering-Zelt mit einer Liveband, die richtig gut rockte. Dazu schmiß Heidi Dannhoff ein Faß Freibier. Etwas später fand auf dem Ring ein Viertelmeilenrennen für Pkw statt, was wir uns natürlich angesehen haben. Irgendwie sind die Jungs nicht ganz frisch, aber das behaupten die bestimmt auch von uns! Einer der Dosenfahrer (Marke: tief-breit-schwarz-laut-schnell) mußte unbedingt einen R1-Fahrer zum nächtlichen Beschleunigungsrennen herausfordern. Wie zu erwarten, hat die R1 die Dose ausgebrunzt! Smiley Es wurde also insgesamt ein recht vergnüglicher Abend, den wir aber gegen Mitternacht beendeten, weil wir am nächsten Tag fit sein wollten!

Am nächsten Tag, dem 03.09.2006, lagen dann die beiden Rennen an. Ich habe mir schon am Tag vorher den Transponder geholt, weil die damit ermittelten Zeiten für die Startaufstellung herangezogen werden sollten. Zuerst lag das Sprintrennen an. Ok, ich stand ziemlich weit hinten, aber das macht ja nichts. Gegen Profis mit Profimaterial muß ich nicht anstinken. Wenn ich mich recht entsinne, startete ich von Platz 28 von 40 Startern. Zuerst kam eine Aufwärmrunde, dann direkt der Start für die acht Runden. Ich kam schlecht weg, einige von weiter hinten schossen an mir vorbei. Ok, das muß ich also auch noch üben! Smiley So paßte es aber ganz gut, daß ich nicht mitten im Gewimmel am Ende von Start/Ziel landete, was bei so vielen Startern unvermeidlich ist. Zum Glück stieg dort niemand unfreiwillig ab; das habe ich auch schon ganz anders gesehen... Ich habe dann einfach meinen Stiefel durchgezogen und bin, glaube ich, 24-ter geworden. Ich habe also auch überholt, und wurde es nicht nur. Smiley

Bild Bei diesem Rennen gab es auch Gridgirls, die jeden in die Box zurückkommenden Fahrer einzeln "Spalier" fahren ließen. So kam ich in den Genuß, meine erste Zielflagge gesehen zu haben und von Gridgirls empfangen zu werden. Leider kann ich davon kein Foto finden, auch nicht auf der Homepage von Dannhoff Motorsport. Wenn jemand eines hat, wo der Kasper auf seiner rot/schwarzen Ninja mit der Startnummer 59 durch das Spalier der Mädels fährt und sich dabei stehend auf den Fußrasten verbeugt, bitte im Gästebuch melden, ok? Haben will! (*mfg*)

Gegen 12 Uhr wurde dann das Vier-Stunden-Langstreckenrennen gestartet. Mein Partner hieß Christian H., fuhr eine vom Uwe B. geliehende 9'er Ninja mit allem zick und zack und konnte eine 2:03 vorweisen, also waren wir "in etwa" gleich schnell, was uns geradezu als Team prädestinierte. Wie in Oscherleben 2004 gab es einen Le-Mans-Start, siehe dort Oschersleben-2004-3. Auch dabei kam ich nicht gut weg (warum muß eigentlich ich Depp immer starten?), weil meine Maschine wieder mal nicht anspringen wollte. Komisch, wieso kam mir das bloß so bekannt vor? Grübel... Naja, egal, ich hatte ja genügend Zeit, die Typen, die es wagten, mich beim Start zu überholen, abzuledern. Ralf B. von meinem örtlichen Motorrad-Händler hatte als Partner den Harry S. (Dirty Harry), abenfalls von besagtem Händler. Die beiden waren schon nicht langsam unterwegs...

Jeweils nach einer halben Stunde (Uhr über Start/Ziel) wartete mein Partner mit laufendem Motor in der Boxengasse, ich fuhr rein, ein "Helfer" stöpselte den Transponder um, ich stellte meine Maschine ab und soff einen Liter Wasser! Nach einer weiteren halben Stunde (gefühlt: zwei Minuten) dasselbe Spiel andersherum. Irgendwann mitten in einem Turn mußte ich Blödmann auf Reserve schalten, weil ich nicht mit dem enormen Durst meiner Ninja rechnete. Wenn sie früher auf Landstraßen fünf Liter/100km gutes Super zu sich nahm und auf dem Racetrack bei acht Litern lag, so kam ich jetzt auf locker über zehn Liter. Ich muß wohl erheblich ressourcenvernichtender unterwegs gewesen sein als früher! Zum Glück passierte das kurz vor'm Ende "meiner" halben Stunde! Und, es passierte mir garantiert zum letzten Mal!! Jetzt achte ich Depp drauf, daß der Tank immer randvoll ist, bevor ich in die Boxengasse einfahre! Smiley

Auch Christian fuhr den einen oder anderen in Grund und Boden, so daß wir zwei am Schluß megastolz auf dem 17-ten Platz landeten, Ralf und Harry kamen auf den 15-ten Platz, und damit in den Genuß eines Pokals. Christian und ich haben und ganz fest vorgenommen, sollten wir zwei noch einmal zusammen ein Team bilden, wonach es nach diesem für uns sehr guten Rennen aussieht, so landen wir garantiert auch auf einem Pokalplatz. Das schwör' ich euch... Wir haben jetzt Blut geleckt! Wir haben Blut geleckt!

Fazit dieses Rennstreckeneinsatzes: Es hat mega-viel Spaß gemacht, obwohl es bei mir noch erhebliches Verbesserungspotential gibt, aber daran feile ich noch. Die Stahlflexleitungen an den Bremsen und die kürzere Übersetzung haben sich ausgezahlt, das war also eine goldrichtige Investition!

Einen aus unserer Truppe hat's beim Rennen geschmissen, ist aber nicht allzu viel passiert, außer Plastikdeformierungen. Einem anderen ist der Motor verreckt, er fuhr auf einer eilends zusammengebauten Ersatzmaschine von Harry weiter. Und die einzige Dame aus unserer Truppe kommt auch garantiert noch einmal mit zu einem Renntraining! Ich habe noch nie jemanden gesehen, der in so kurzer Zeit so große Fortschritte gemacht hat! Respekt!!

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Most-2009

Vom 24. bis 26.07.2009 bin ich mit der "Bande", mit der ich jedes Jahr im Juni in den Dolos unterwegs bin, zu einem Rennstreckentraining nach Most gefahren. Die Idee bestand schon länger, einfach mal so ein Training zu besuchen, da kaum jemand der Leute schon mal auf der Rennstrecke unterwegs war.

Also hat Helgo der o.g. Gruppe das Ganze organisiert und auch einen Veranstalter gefunden, der uns nimmt: ProSpeed!

Ein paar Wochen vorher habe ich wie immer neue Reifen aufgezogen und wollte einen Ölwechsel machen. Dafür muß die Ninja aus der Garage, die mittlerweile aufgeladene Batterie rein und der Motor zumindest handwarm gelaufen sein. Aber, sie wollte nicht anspringen! Smiley

Bei einem Start-Versuch gab es dann bloß noch ein lautes "Klonk" und der Motor stand wie fest! Dazu stank es nach Benzin und mit einem Mal lief auch der kostbare Saft aus dem Hosenrohr! Smiley Da war mir alles klar: Die Vergaser mußten nach mittlerweile zwei Jahren Standzeit vollgelaufen sein und beim letzten Start-Versuch mußte das Benzin in die Brennkammern gelaufen sein, und, naja, Flüssigkeit kann man eben nicht komprimieren. Daher also das Gefühl des festsitzenden Motors!

Also meine Ninja zum "Freundlichen", kleine Brötchen backen und hoffen, daß sie es schnell geregelt bekommen und ich nachher noch genügend Geld für Most habe.

Habe mir vollkommen umsonst Sorgen gemacht: Eine halbe Woche später lief die Ninja, es kostete nicht die Welt. Allerdings mußte die komplette Vergaser-Batterie gereinigt werden. Zitat: "Total verwarzt!" Dafür lief sie jetzt besser, sprang besser an und nahm viel williger Gas an als ich es in Erinnerung hatte!! Freu!

So bin ich dann am 23.07.2009 mit meiner Ninja auf dem Anhänger in einer Tagesetappe nach Most gefahren. Ich war recht früh dort und die Tore waren noch dicht, also paßte es, daß mein Handy klingelte und Patrick am anderen Ende meinte, sie säßen in einem Restaurant in der Stadt. Also dorthin und nach dem großen "Hallo!" etwas essen und trinken.

Später sind wir dann zur Rennstrecke und haben unsere vorher gemietete Doppel-Box geentert. Nach und nach trudelten die anderen der "Bande" ein. Zwei/drei kannte ich noch nicht, aber das änderte sich an den folgenden Tagen... Smiley Nach dem Verstauen aller Motorräder und des anderen (unvermeidlichen) Krempels sind wir wieder nach Most rein gefahren, da einige noch nichts zu essen hatten. Dieses Mal sind wir aber im Irish-Pub gelandet, da das Restaurant von vorhin bereits geschlossen hatte; es war schon recht spät... Da ich satt war, habe ich lediglich flüssige Nahrung zu mir genommen...

Am nächsten Tag, dem 24.07.2009, ging es zum ersten Mal auf die Strecke. Ich war in der Gruppe 3 (Sportfahrer mittel) einsortiert, alle anderen wegen fehlender Erfahrung in Gruppe 4 (Instruktor-geführt). Die Gruppen 1 bis 3 durften sofort auf die Strecke; es gab keine Einführung, niemand fuhr die ersten Runden vorweg; nichts. Macht ja auch nicht viel, ich kenne Most, ich kenne meine Ninja, die nagelneuen Bridgestone-Slicks wurden nach zwei vorsichtigeren Aufwärm-Runden auch sofort mächtig rangenommen. So what?

In unserer Nachbar-Box fuhren zwei/drei Leute in Gruppe 1 (Sportfahrer sehr schnell). Ohauaha, die waren schon recht flott unterwegs. In meiner Gruppe fuhr einer der anderen aus der Box; so kamen wir zwangsläufig recht schnell ins Gespräch. Der nette Mensch, der in meiner Gruppe fuhr (ich habe leider seinen Namen vergessen) fuhr in etwa mein Tempo, so daß wir uns aneinander aufbauen konnten. Die Zwei-Minuten-Marke knackte ich als erster von uns beiden...

Im Laufe des Tages erwies es sich, daß die Gruppe 3 für uns zu langsam war; leider konnten wir nicht mehr wechseln, da die anderen beiden Sportfahrer-Gruppen schon mehr als voll waren und sich niemand fand, der aus diesen Gruppen "absteigen" wollte. Also fuhren wir in unserer Gruppe weiter... Nicht, daß es keinen Spaß macht, viel zu überholen, aber manchmal war der Geschwindigkeits-Unterschied so dermaßen groß, daß es schon wieder gefährlich wurde! Da fährt jemand seine Linie, wähnt sich alleine und plötzlich stechen zwei/drei Leute noch "mal eben so" da rein...

Abends standen dann bei o.g. Fahrer und mir 1:58'er Zeiten auf dem Zettel. Da wir beide permanente Transponder-Messung gleich bei der Anmeldung mitgebucht hatten, waren diese Zeiten schon amtlich. Allerdings zeigte mein MyChron-light fast genauso exakte Zeiten an.

Bild Da auch auf dieser Strecke ein Paparazzi (prof. Fotograf) anwesend war, gibt es auch hiervon Fotos, die aber immer dasselbe zeigen; deswegen hier nur eines davon (© www.schraeglagenfotos.de). Ich habe versucht, meinen Körper mehr von der Maschine weg in Richtung Kurven-Inneres zu drücken und somit den Schwerpunkt zu verschieben. Klappte manchmal gar nicht, manchmal ganz gut, wobei es auch hier noch ganz erhebliches Verbesserungs-Potential gibt!

Abends sind wir wieder nach Most rein, etwas essen, aber wir haben schon wieder einen neuen Laden ausprobiert, der zu Fuß zu erreichen war; wir konnten also alle etwas trinken und "Benzin" reden. Die anderen waren im Großen und Ganzen zufrieden und hatten offensichtlich richtig Spaß. Einer meinte, Rennstrecke fahren sei wie "Ötztal fahren, nur ohne Blitzer"! Smiley Da ich mir das Ganze angesehen habe, kann ich nur bestätigen, daß die Jungs ihre Tourer und Super-Motos recht flott bewegten!

Der Einzige, der etwas anderes fuhr, war Ralf, er durfte eine KTM RC-8 R so richtig quälen. Leider waren seine Reifen schon an diesem ersten Tag bedenklich weit runter, also kaufte er kurzentschlossen einen Satz gebrauchter Slicks aus der Nachbar-Box, die er sofort am nächsten Morgen aufziehen ließ; er mußte schließlich noch mit den Straßenreifen nach Hause fahren!

Am nächsten Tag, dem 25.07.2009, gab es dasselbe wie tags vorher: Fahren! Ich habe den einen oder anderen Tip der schnellen Jungs versucht umzusetzen, konnte mich aber nicht ernstlich steigern. Ich kam nicht unter 1:58; keine Chance!

Bild Leider war das Wetter an diesem Tag nicht so toll, so daß ich den ersten und auch den letzten Turn komplett ausfallen ließ; keine Lust, mich auf nasser Strecke auf die Fresse zu legen! Die anderen fuhren jeden Turn eisern durch, außer Ralf, der jetzt ja auch auf Slicks unterwegs war und Thomas, dessen Super-Moto einen Elektro-Defekt hatte! (KTM=Keine Tausend Meter)

Da am nächsten Tag die Rennen angesetzt waren, zählte die beste Zeit des heutigen Tages als Qualifikation für die Rennen. Allerdings habe ich von Anfang an nicht vorgehabt, die Rennen mitzufahren, da ich ja auch wieder knapp 650 km nach Hause mußte...

Abends sind wir dann wieder in den Irish-Pub, gut essen und viel trinken.

Am nächsten Tag, dem 26.07.2009, gab es drei freie Turns am Vormittag, nachmittags dann die Rennen. An diesem Tag fuhr ich meine diesjährige schnellste Runde, laut Transponder 1:58:271. Mein MyChron-light allerdings meinte, ich hätte eine hohe 1:57'er Zeit gefahren. Hmmm, weiß der Geier, wo es den Impuls her hatte, die Transponder-Messung wird ja als Referenz herangezogen.

Man kann also sagen, daß ich mich nicht wirklich gesteigert hatte! Ich weiß zwar nicht, wie und wo, aber ich muß daran arbeiten! Es muß doch möglich sein, eine signifikante Verbesserung innerhalb von drei Tagen zu erzielen!! Smiley

Was ich aber auf jeden Fall ändere: Ich habe jetzt Heizdecken für meine Reifen, da ich nicht zwei Aufwärmrunden vorsichtig *) und dann bloß noch vier oder fünf Runden pro Turn Vollgas fahren kann! Dafür ist das Ganze einfach zu teuer! Und mit heißen Reifen kann man von Anfang an richtig starten...

*) Ich hab's probiert: Erste Runde mit kalten Slicks führte fast zum Sturz. Beide Reifen rutschten so einfach mal eben zur Seite! Zum Glück konnte ich die Ninja schnell aufrichten und bin dann zwei Runden richtig "piano" gefahren...

Tja, und mein leidiges Getriebe-Problem muß ich auch lösen, dafür fehlt mir aber schlicht das Geld... Seufz!

Fazit dieses Rennstreckeneinsatzes: Es hat wieder mal viel Spaß gemacht und jetzt zählt auch Most zu meinen Lieblings-Strecken; wenn's nicht so elendig weit weg wäre...

Immer noch Fazit: Jungs, das hat Spaß gemacht mit Euch; gerne wieder!Smiley

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Ja, das waren meine bisherigen Erlebnisse auf diversen Rennstrecken. Wer das auch mal machen möchte, nur zu! Es macht extrem viel Spaß und bringt enorm was.

Wenn jetzt jemand sagt, für so ein sinnloses hirnkrankes Gasgeben ist mir jeder Cent zu schade, dem sei eindringlich gesagt, nur auf einer Rennstrecke lernt man die Grenzen der Maschine und seine eigenen Grenzen kennen und auch nur dort lernt man, wie viele Reserven man noch in jeder Situation hat und wie viel besser man bremsen kann! Und, klar, richtige Blickführung lernt man ganz automatisch auch.

Für Einsteiger empfehle ich ein solches Training beim ADAC, eben weil es ein "Sicherheitstraining auf einer Rennstrecke" ist, wo man ungeniert das ausprobieren kann, was man sonst eben nicht kann.

Für richtig "Gaskranke" gibt es diverse Anbieter mit mehr oder weniger Rennstrecken und Aktionen im Programm. Für weitere Infos schaut bitte im Internet nach; es finden sich dort genügend Anbieter zum Thema...

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